Schwaches Finish kostet Medaille

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Dinko Jukic muss seinen Traum von einer WM-Medaille auf der olympischen Langbahn weiterträumen.

Der 22-Jährige belegte am Mittwoch in Shanghai über 200 m Delfin Rang sieben, nachdem er bei der Rom-WM 2009 auf dieser Strecke Sechster gewesen war.

In 1:55,48 Minuten fehlten Jukic auf die Bronzemedaille des Chinesen Wu Peng 81/100 Sekunden. Der US-amerikanische Titelverteidiger Michael Phelps siegte in 1:53,34 um 67/100 vor dem Japaner Takeshi Matsuda.

Schwache letzte Länge

Jukic war das Rennen flotter als in Vorlauf und Semifinale angegangen. Zwar lag er bei der 100-m-Marke nur an achter und letzter Stelle, von Leader Phelps trennten ihn jedoch nur 87/100.

Im Semifinale hatte der Wiener dem Superstar in der zweiten Rennhälfte 1,22 Sekunden abgenommen. Diesmal aber ging speziell auf der letzten Länge nicht mehr viel.

Bei 150 Metern war die OSV-Hoffnung nur 36/100 hinter dem Bronzerang gelegen, auf den letzten 50 Metern waren aber alle sieben Konkurrenten schneller.

Enttäuschende Zeit

"Ich bin nicht enttäuscht", sagte Jukic in einer ersten Reaktion, obwohl er offen mit einem Medaillengewinn spekuliert hatte.

"Ich habe gesagt, dass in diesem Finale von eins bis acht alles möglich ist. Nur dass ich eine halbe Sekunde langsamer als im Semifinale bin, kann mich vielleicht ein kleines bisschen ärgern."

Das sei vor allem den letzten 15 Metern zuzuschreiben, denn bei der letzten Wende lag Jukic noch um 35/100 vor seiner Semifinal-Durchgangszeit.

Rückstand mehr als halbiert

"Dann hat mir einfach die  Kraft gefehlt", erklärte der Kurzbahn-Europameister. "Da müssen wir im nächsten Jahr noch härter arbeiten, damit es auch da reicht."

Zufrieden war Jukic damit, dass er seinen Rückstand auf Phelps im Vergleich zur Rom-WM von 3,57 auf 2,24 Sekunden reduziert hat.

Das Defizit auf die Medaillenplätze hat er in den beiden Jahren sogar von 1,76 Sekunden mehr als halbiert. "So nah war ich noch nie an einer Medaille. Vielleicht bin ich nächstes Mal schon dabei."

Weiterhin ungeschlagen

Schwester Mirna Jukic erlebte den Finallauf ihres Bruders auf der Tribüne mit, mit rot-weiß-rot bemalten Backen. "Ich glaube, ich war nervöser als er. Ich bin so stolz auf ihn", sagte die im Vorjahr zurückgetretene Olympia-Dritte über 100 m Brust von Peking 2008.

Phelps aber sonnte sich indes wieder einmal nach einem Endlauf über 200 m Delfin auf dem obersten Podest-Treppchen.

Der 26-Jährige ist auf dieser Ebene seit den Weltmeisterschaften 2001 in Fukuoka ungeschlagen.

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