Wertungsfehler bringt Blaha aus dem Konzept

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Der Kampf um einen absoluten EM-Spitzenplatz hat am Donnerstag für Wasserspringer Constantin Blaha bereits im 3-m-Vorkampf geendet.

Nach Rang acht vom 1-m-Brett landete der Wiener in der Olympia-Disziplin nur auf Rang 17.

Die Top 12 kamen weiter. Sein Teamkollege Fabian Brandl wurde unter 27 Aktiven 25. Am Freitag (12.00 Uhr Vorkampf, 16.00 Finale) treten sie gemeinsam synchron vom 3-m-Brett an.

Verwirrung bei Punkterichtern

Blaha fehlten nach seinen sechs Sprüngen mit 358,15 Punkten 43,95 Zähler auf den Aufstieg.

Eigentlich waren es sieben Sprünge, die der 26-Jährige zu absolvieren hatte. Denn bei der ersten Ausführung seines dritten Versuchs gab es keine Bewertung.

Die Wertungsrichter hatten irrtümlich noch den Sprung des vorhergehenden Athleten auf ihrem Display, dachten daher, dass Blaha den falschen Sprung gemacht hatte und bewerteten ihn nicht.

Fehlersuche

Bis die Sache geklärt war, waren rund zehn Minuten vergangen. Erst dann erfuhr "Coco", dass er die zweieinhalb Rückwärtssalto noch einmal machen sollte.

Die Konzentration war nicht mehr so da. Eine nicht so optimale Ausführung warf ihn vom siebenten Platz zurück.

"So etwas darf nicht passieren, das war nicht mein Fehler", sagte Blaha. "Aber das soll keine Ausrede sein, denn ich habe die Sprünge vier und fünf auch in den Sand gesetzt."

Auf einen Protest verzichtet

Allerdings räumte er ein, dass ihm der Zwischenfall bis zum Ende des Wettkampfs nicht mehr aus dem Kopf gegangen sei.

"Es hat mich länger beschäftigt, als es der Fall sein sollte." Aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrad des fünften - viereinhalb Vorwärtssalti gehockt - hätte der SU-Wien-Athlet noch etwas retten können.

Letztlich war der Abstand zu den Finalplätzen aber so groß, dass der österreichische Verband (OSV) auf einen Protest verzichtete.

Angefressener Coach

Trainer Aristide Brun hielt seinen Ärger aber nicht zurück: "So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich glaube auch, dass gab es noch nie."

Andererseits hatte Blaha die Form für einen Topplatz an diesem Tag nicht.

"Die Ansätze waren nicht so gut in den vergangenen Wochen. Mir fehlen einfach ein paar gute Wiederholungen", sprach er die Auszeit wegen eines Magen-Darm-Infekts im EM-Vorfeld an. Auch sei die Saison als gesamte nicht sehr gut verlaufen.

Arbeit an Synchronprogramm

Nach dem Synchron-Wettkampf folgen für ihn drei bis vier Wochen Urlaub, ehe es in die WM-Saison geht.

In dieser wird er vermehrt mit Brandl auf Wettkämpfen sein, da die Synchron-Leistung verbessert werden soll.

Blaha: "Der Team-Aspekt pusht und es hilft fürs Einzel." Die Kazan-WM ist auch für Brandl ein Ziel, seine 3-m-Finalambitionen zerschellten ebenfalls an den zweieinhalb Rückwärtssalti. Nur 13,50 Punkte dafür und gesamt 310,85 ergaben Rang 25.

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