Zaiser mit respektablem Ergebnis im Kraul-Bewerb

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24 Stunden nach ihrem Bronze-Gewinn über 200 m Lagen hat Lisa Zaiser bei den Berliner Langbahn-Europameisterschaften als Elfte über 200 m Kraul für das nächste ordentliche Schwimm-Ergebnis gesorgt.

Ursprünglich die Top 16 als Ziel, steigerte sie sich im Freitag-Semifinale um drei Ränge und verpasste in 1:59,97 Minuten die Top Ten um 8/100. Von den Top 8 bzw. dem Finale war Zaiser 91/100 entfernt.

Zaiser zufrieden

In der Nacht davor hatte sie kaum geschlafen, wenigstens aber am Nachmittag etwas Ruhe gefunden. Letztlich konnte Zaiser mit ihrem Abschneiden gut leben.

"Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Mein Ziel, unter zwei Minuten zu schwimmen, habe ich erreicht", sagte sie. Coach Marco Wolf hatte auch wieder Lob parat: "Das war echt brav. Lisa hatte auch ein bisschen Kopfweh, war nicht ganz fit."

Wettkampf am Geburtstag

An ihrem 20. Geburtstag ist Zaiser am Samstag über 50 m Brust im Einsatz. Am Abend soll im Anschluss an die Mannschaftsbesprechung eine kleine Feier anlässlich ihres Ehrentags sowie des Medaillengewinns abgehalten werden.

Ebenfalls am Vormittag ist u.a. die OSV-Kraulstaffel der Herren im Einsatz. Unter 16 Teams streben David Brandl, Christian Scherübl, Felix Auböck und Jakub Maly in dieser Reihenfolge die Top acht bzw. das Finale an.

Der Höhepunkt der drittletzten Finalsession dieser Titelkämpfe war ein Weltrekord über 50 m Brust der Herren.

Der erst 19-jährige Brite Adam Peaty pflügte förmlich im Semifinale in unwiderstehlicher Weise durch das temporäre Becken des Berliner Velodroms und blieb in 26,62 Sekunden 5/100 unter der mehr als vier Jahre alten Bestmarke von Cameron van der Burgh. Der Südafrikaner ist ein Schützling des deutschen Graz-Coaches Dirk Lange.

Dänemark als Medaillensammler

Allerdings gaben die Briten Rang eins in der Medaillenwertung ab, und zwar an Dänemark. Die Skandinavier schlugen in beeindruckender Manier doppelt zu.

Zuerst hatte Rikke Moeller Pedersen über 200 m Brust ihren Weltrekord gejagt, verpasste ihn in 2:19,84 um 73/100, gewann aber mit 3,98 Sekunden Vorsprung. Danach verhinderte Jeanette Ottesen über 100 m Delfin in 56,51 um 1/100, dass die Schwedin Sarah Sjöström ihr viertes Gold holte.

Spannendes 100m Kraul-Finale

Mit Spannung war das Finale über 100 m Kraul erwartet worden, in dem der Franzose Florent Manaudou mit seiner Zeit von 47,98 Sekunden auch ein Zeichen für Europa setzte.

Denn bei den panpazifischen Meisterschaften in Gold Coast siegte Olympiasieger Nathan Adrian in 48,05. Weitab von beiden Schauplätzen zeigte bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing der Brasilianer Matheus Santana mit dem Junioren-Weltrekord von 48,25 kräftig auf.

Neuer Europarekord

Letztlich schlug auch Italien zweimal zu. Gregorio Paltrinieri ließ seinem Europarekord-Sieg über 1.500 m Kraul in 7:44,98 den Titel über 800 m folgen. Und mit dem erwarteten Europarekord ging die Mixed-Staffel über 4 x 100 m Kraul in 3:25,02 an die Italiener. Nur vier Teams waren angetreten, einzig die Türken blieben ohne Medaille.

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