OSV-Trio löst EM-Tickets

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Der erste Tag des Ströck-Qualifyings in Wiener Neustadt endete mit drei erbrachten Limits für die Kurzbahn-EM in Chartres (FRA/22.-25.11.) durch Birgit Koschischek (100m Delfin), Jördis Steinegger und Jakub Maly.

Die beiden Letzteren lösten über 400 m Lagen auch das Ticket für die Kurzbahn-WM.

In den Finalläufen schlugen Steinegger und Koschischek als Erste, Maly als Zweiter an. Fabienne Nadarajah wurde über 50 m Rücken ebenso Zweiter wie Martin Spitzer über 100 m Delfin.

Keine Selbstzweifel mehr

Steinegger leistete im Vorlauf auf ihrer Paradestrecke in 4:41,62 Minuten Maßarbeit, indem sie die WM-Norm um 25/100 unterbot. Die 4:41er-Zeit hatte Trainer und Lebensgefährte Marco Wolf vorhergesagt.

Mit ihrer Leistung gab sich Steinegger auch zufrieden, für Selbstzweifel soll bei ihr kein Platz mehr sein. "Dafür ist viel Kopfarbeit nötig", erklärte Wolf.

"Der Spaß soll im Vordergrund stehen. Und es ist in dieser Richtung auch schon besser geworden."

Grundausbildung gut verdaut

Den Rest des Meetings wird die 29-Jährige nur zu Trainingszwecken schwimmen, am Sonntag sogar in allen Damen-Bewerben starten. Ob Steinegger außer in Chartres auch in Istanbul antreten wird, ist noch offen.

Bei Maly war die im Vorlauf in 4:11,20 erbrachte Qualifikation eine tolle Leistung. Die ist umso höher einzustufen, da der 20-Jährige ab Anfang Oktober beim Heer die Grundausbildung absolviert hat.

Für ein geregeltes sportartenspezifisches Training bleibt da keine Zeit.

Extraschichten eingelegt

"Das hat er auch nur seinem großen persönlichen Einsatz zu verdanken", meinte Malys Trainer Walter Bär erfreut.

Im Wissen der Grundausbildung hatte Maly nach einer einmonatigen Pause von Juli bis September drei Monate ordentlich Gas gegeben und in den vergangenen Wochen Extraschichten eingelegt. Bär:

"Da muss man neben dem Heer eben um 22 Uhr in die Schwimmhalle gehen. Wenn man Ziele hat, muss man auch etwas dafür tun."

Schulterprobleme ade

Koschischek kam auf ihrer stärksten Strecke auf 59,05 Sekunden im Vorlauf, 42/100 fehlten ihr da noch auf die WM-Norm.

Wichtig ist, dass sie die vor Olympia aufgetretenen massiven Schulterprobleme im Griff hat.

Koschischek: "Ich mache meine Therapien, und so passt es. Meine Schultern sind zu 90 bis 95 Prozent stabil."

Schmerzen bei Zaiser

Dafür hat Lisa Zaiser seit vergangenem Freitag Schmerzen in der rechten Schulter, der Problembereich liegt zwischen Schulterblatt und Schlüsselbein.

Die Kärntnerin verzichtete auf ihre Freitag-Starts, will aber am Wochenende über 100 und 200 m Lagen antreten.

David Brandl wiederum war zwar Schnellster über 200 m Kraul und dabei 85/100 über dem EM-Limit, wegen leichter Übelkeit ließ er sich für das Finale jedoch streichen. Ihm bleiben noch Chancen über 1.500 und 400 m Kraul.

Generationenwechsel im OSV

Ansonsten ist der Aderlass im OSV-Team groß, ein zuletzt gewohntes EM-Team mit an die 20 Aktiven wird es nicht geben.

Denn neben dem derzeit nicht aktiven Markus Rogan und dem gesperrten Dinko Jukic fallen im Vergleich zum Vorjahr auch Nina Dittrich (derzeit mehr Augenmerk auf das Berufliche), Maxim Podoprigora (Saison zum Abtrainieren), Dominik Dür (Karriere-Ende), Christina Strigl (erkrankt), Florian Janistyn (Trainingsrückstand nach Erkrankung) und Sebastian Stoss aus.

Stoss hat die Nase voll

Der Wiener wurde als Heeressportler nicht verlängert, da ihm laut eigener Angabe vom OSV eine fallende Leistungskurve vorgerechnet wurde.

Stoss ist damit nicht einverstanden und will daher nicht mehr für Österreich starten. Sehr wohl aber zeitweise für seinen Verein Eisenstädter Schwimmunion, für deren Leistungsgruppe er seit September als Trainer tätig ist. In dieser Funktion tritt er auch beim Qualifying auf.

Neuer Coach für Nadarajah

Vom verbleibenden Rest haben sich Fabienne Nadarajah und Sandra Swierczewska neuorientiert. Nadarajah trainiert nach einer Saison bei Zeljko Jukic seit 18. September bei Adam Thoroczkay.

"Leider bin ich nicht so schnell wie erhofft", sagte die 27-Jährige nach dem vorläufigen Verpassen der Limits über 50 m Rücken. Ich habe ja im vergangenen Jahr fast nichts auf Schnelligkeit und wenig Technik gemacht." Swierczewska wechselte von Jukic zum SC Theresianum.

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