Olympisches Antesten für Jukic und Co.

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Zahlreiche Schwimmer nutzen ab Samstag die Gelegenheit, bei den einwöchigen offenen britischen Meisterschaften im Aquatic Centre das Olympia-Becken kennenzulernen.

Darunter auch fünf Österreicher, allen voran Markus Rogan.

Der 29-Jährige hatte noch für den Donnerstagabend nach seinem Antreten über 400 m Lagen bei den Hallen-Staatsmeisterschafen in Graz einen Flug in die englische Hauptstadt gebucht.

Getrennte Endläufe

Für den Wiener geht es schon am Samstag erneut über 400 m Lagen, am Dienstag über 200 m Brust und am Mittwoch über 200 m Lagen.

"Die 200 und 400 m Lagen möchte ich ernsthaft angehen, die 200 Brust schwimme ich zum Training", sagte Rogan.

Die Vorläufe (ab 10:00 Uhr MEZ) schwimmen die Ausländer mit den britischen Aktiven, die Endläufe sind getrennt.

Der Grund dafür ist, dass es für die Briten auch Olympia-Trials sind und sie sich die Tickets untereinander ausmachen sollen.

Olympisches Herantasten

Gleich nach den Hallen-Staatsmeisterschaften geht es für Dinko Jukic, Maxim Podoprigora, Sebastian Stoss und Martin Spitzer nach London.

Jukic wird Montag bis Mittwoch über 100 m Kraul, 200 m Delfin und 200 m Lagen schwimmen. Sonst tritt Podoprigora am Dienstag über 200 m Brust an, Stoss am Mittwoch über 200 m Rücken und Spitzer am Donnerstag über 100 m Delfin.

Der Hauptantrieb der Athleten für die Teilnahme ist neben starker Konkurrenz natürlich das Kennenlernen der olympischen Anlage.

Zurück in London

Derzeit sind vom erwähnten OSV-Quintett allerdings nur Rogan und Jukic für die Spiele qualifiziert. Rogan war schon vergangenen Samstag für vier Tage nach London gekommen.

Einerseits studiert eine Schwester von ihm in der Metropole, außerdem saß er am Wochenende als Zuschauer beim auch als Olympia-Qualifikation gegoltenen Weltcup der Wasserspringer im Aquatic Centre.

Die Wasserspringer und nun die Schwimmer bilden das Ende des zweiten von drei Abschnitten an Olympia-Test-Events.

Lange Testreihe

Der erste Teil war von Ende Mai bis Anfang September 2011 gegangen, hatte Events wie u.a. Tennis (Wimbledon), Triathlon (WM-Serie) und Langstreckenschwimmen (jeweils im Hyde Park) vereinigt.

Bei insgesamt 16 Events von Anfang Oktober bis eben nun Anfang März waren u.a. Handball (Damen-Turnier mit Sieger Österreich), Tischtennis (Pro-Tour-Finale), Turnen (Olympia-Qualifikation) und Bahnradsport (Weltcup) dabei.

Feedback eingeholt

Die Serie der letzten elf Test-Veranstaltungen beginnt in der zweiten April-Hälfte und endet am 8. Mai.

Österreich wird da vom 18. bis 22. April bei der Olympia-Qualifikation im Synchronschwimmen durch Nadine Brandl/Livia Lang vertreten sein. Daneben stehen auch noch einige paralympische Bewerbe auf dem Programm.

Die Olympia-Veranstalter haben durch die im Endeffekt 45 Test-Bewerbe wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Nach jedem Event wird von Athleten wie manchmal auch Zuschauern ein Feedback eingeholt.

Veranstalter reagiert

"Wir haben diese Events, damit dann bei den Spielen alles klappt", erklärte Debbie Jevans, Sportdirektorin der Spiele im Aquatics Centre.

So wurden nach dem BMX-Event zu gefährliche Sprünge abgetragen, etliche Fahrer waren gestürzt. In der Basketball-Arena stellte sich heraus, dass die Spieler auf ihrem Weg zum Spielfeld durch den Medienbereich mussten.

Auch das wurde natürlich abgestellt. Im Olympic Parc wird indes die ganze Zeit über eifrig gewerkt, im Endeffekt werden dort 270 temporäre Gebäude stehen.

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