Einiges schuldig geblieben

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OSV-Asse blieben bei EM einiges schuldig

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Das Abschneiden der österreichischen Mannschaft bei den Schwimm-Europameisterschaften in Debrecen ist unter den Erwartungen geblieben.

Zwar durfte nicht unbedingt mit mehr als einer Medaille gerechnet werden, und neben Bronze von Markus Rogan war Dinko Jukic doch bis auf 5/100 an Rang drei dran.

Aber in Richtung persönliche Bestzeiten und Olympia-Qualifikation war auf mehr Bewegung gehofft worden, waren die Kontinental-Titelkämpfe doch der erklärte Höhepunkt vor den Spielen in London.

Rogan wollte verzichten

Die beiden längst für Olympia qualifizierten Leistungsträger dürfen mit ihrem Abschneiden zufrieden sein.

Rogan hatte diesmal selbst nicht mit einer Medaille gerechnet, mit großem Einsatz erkämpfte er sie. "Ich war vor der EM schon daran, abzusagen", verriet Rogan am Sonntag.

Müde vom harten Training, hatte er nach bescheidenen Zeiten beim US-Grand-Prix eine Woche davor in Charlotte kurzfristig keinen Sinn darin gesehen, die Reise nach Europa anzugehen. Letztlich wollte er aber die Staffeln nicht im Stich lassen.

Jukic wieder nach Rijeka

Während Rogan am Montag von Budapest aus zurück zum Training nach Los Angeles fliegt, wird Jukic am nächsten Wochenende auf dem Weg zu seinem Trainingsdomizil Rijeka beim slowenischen Meeting in Kranj Station machen.

Die EM sah er komplett als Wettkampftraining. "Ich habe eine gute Trainingswoche hinter mir und habe konditionell und von der Schnelligkeit sicher nichts verloren", resümierte der 23-Jährige.

"Dementsprechend kann ich jetzt wieder voll ins Training einsteigen."

Probleme bei Koschischek

Von den restlichen 18 Athleten im OSV-EM-Team war vorrangig bei Birgit Koschischek mit einer Olympia-Norm gerechnet worden, nachdem sie diese Anfang März nur um 1/10 verpasst hatte.

Die 25-Jährige plagen jedoch seit Ende Februar Schulterschmerzen.

"Zuerst rechts, dann links. Die Magnetresonanz rechts hat hat Risse in der kritischen Zone der Supraspinatussehne ergeben", erklärte Koschischek.

Physiotherapie hat vorerst nicht gut gegriffen. Nun wird OSV-intern zusammengeholfen, um eine Lösung zu finden.

Zaiser fehlt die Frische

Koschischek brachte es über 100 m Delfin und 100 m Kraul immerhin auf die Ränge zehn und 14, Lisa Zaiser wurde über 200 m Lagen Zehnte.

Der Olympia-Norm ist die Kärntnerin nicht nähergekommen, es fehlen ihr weiterhin 73/100. Die Qualifikationsperiode läuft noch bis 18. Juni. "In dem Zustand geht es einfach nicht, mehr rauszudrücken."

Sie bezog sich darauf, aufgrund der harten Olympia-Limits wie andere so viel ins Training investiert zu haben, dass im Wettkampf schließlich etwas die letzte Frische gefehlt hat.

Gute EM für Halbreiner

Zufrieden durfte Uschi Halbreiner sein. Zaisers engere Landsfrau sorgte für drei von nur fünf persönliche Bestleistungen im Team, zwei davon waren österreichische Rekorde.

Außerdem kam die 21-Jährige in beiden Staffeln zum Einsatz. "Wenn ich mit der EM nicht zufrieden bin, dann weiß ich nicht", sagte Halbreiner.

Wenn sie ihre 1:02,97 über 100 m Rücken noch kräftig drücken kann, würde auch ihre Olympia-Chance steigen. Jördis Steinegger ist hingegen in London fix dabei, für sie war Debrecen ein Trainingswettkampf.

Keine Einzeltickets

Nur zum Teil trifft das auf David Brandl und Christian Scherübl zu. Beide sind zwar für die Olympia-Kraulstaffel gesetzt, hätten sich aber gerne auch über eine Einzelstrecke für die Spiele fix qualifiziert.

Näher sind sie diesem Ziel nicht gekommen, die EM-Bilanz Brandls ist aber gut. Über 800 m Kraul (8.) hatte er das einzige Einzel-Finale neben Rogan und Jukic, Elfter über 1.500 und 15. über 400 m Kraul.

Zudem war er zweimal Staffel-Bester. Bei Scherübl stimmte zumindest die Leistung im Staffel-Finale.

Gute Platzierungen

Mit der Olympia-Qualifikation einer weiteren Staffel war nicht unbedingt zu rechnen gewesen, es wurde gehofft. Es war jedenfalls gut, es probiert und sich gezeigt zu haben.

Die Belohnung waren einstellige Platzierungen bei den Damen über Kraul (wie die OSV-Herren 5.) und Lagen (9.), die Lagen-Staffel der Herren wurde 13.

Weit hinter den Erwartungen sind die Routiniers Fabienne Nadarajah, Maxim Podoprigora und Sebastian Stoss geblieben. Sie nehmen in den nächsten Wochen noch einen Olympia-Anlauf.

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