Drei Halbfinal-Tickets zum EM-Auftakt

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Das österreichische Schwimm-Team bei den 31. Langbahn-Europameisterschaften in Debrecen hat es zum Auftakt am Montag auf drei Semifinal-Einzüge und einen österreichischen Rekord gebracht.

Für den sorgte Uschi Halbreiner bei ihrem Aufstieg über 200 m Rücken.

In die Montag-Finalsession (ab 17 Uhr) kamen zudem Hunor Mate über 100 m Brust und Martin Spitzer über 50 m Delfin.

Etwas unerwartet ausgeschieden ist Jördis Steinegger über 400 m Lagen.

"Nicht mein Tag"

Die schon für Olympia qualifizierte Steirerin hat ihr Training voll auf die Spiele in London ausgelegt, weshalb 4:50,94 Minuten und Rang elf in ihrer Spezialdisziplin 400 m Lagen erklärbarer sind.

Steinegger selbst tröstete das allerdings nur wenig: "Ich habe mich vom ersten Meter an nicht gut gefühlt. Das war eher ein gutes Training für die Spiele."

Wenig später verlor sie ihren OSV-Rekord über die lange Rückenstrecke. "Das ist nicht mein Tag", ergänzte die 29-Jährige schon wieder leicht lächelnd.

Annäherung an Olympia-Norm

Halbreiner unterbot die bisherige nationale Rekordmarke in 2:14,40 um 6/100, was auf ihrer Hauptstrecke Rang 14 bedeutete.

Nur mit Wende und Tauchphase vor der letzten der vier Längen war die 21-Jährige nicht so zufrieden. Im Semifinale wollte sich die Kärntnerin am späten Nachmittag weiter ans Olympialimit von 2:10,84 annähern.

Mate hingegen kam auf der mittleren Brustlage in 1:01,89 schon bis auf 1,1 Sekunden an die London-Norm heran.

Spitzer zufrieden

Damit hatte der gebürtige Ungar ebenso Platz 15 unter den Semifinalisten inne wie Spitzer im Delfinsprint. Für den Grazer war der Einstiegsbewerb ein guter Test für die 100 m Delfin am Freitag.

"Es war gut, zu sehen, wie leicht es auf Delfin geht", meinte der 26-Jährige zu seinen 24,20 Sekunden recht erfreut.

Bernhard Wolf (25,59/40.) nutzte das Rennen hingegen genauso zum Eingewöhnen wie Maxim Podoprigora die 100 m Brust (1:04,62/54.)

Letzte EM für Dür

Ähnlich war es bei Podoprigoras Trainingskollegen Sebastian Stoss über 100 m Rücken. Seine 57,73 Sekunden (40.) waren alles andere als berauschend, der 26-Jährige setzt jedoch voll auf die 200 m Rücken.

"Wenn ich ruhiger schwimme, sollte ich das gleiche Tempo einigermaßen über 200 m halten können", hatte Stoss schon ein Rezept für Freitag parat.

Dominik Dür schlug in 58,09 (41.) an, für ihn ist es vor dem fixen Karriere-Ende im Sommer sein letztes EM-Antreten.

Scherübl enttäuscht

Wie der Oberösterreicher hatte sich auch Christian Scherübl mehr erwartet. 3:54,04 Minuten bedeuteten über 400 m Kraul Platz zwölf, das war für den Aufstieg ins Finale um 55/100 zu langsam.

"Die Chance auf ein Olympia-Einzellimit wäre da sicher am größten gewesen", trauerte der 18-Jährige einer besseren Zeit nach.

David Brandl belegte in 3:55,14 Platz 15, der 25-Jährige hat in Ungarns zweitgrößter Stadt eher die längeren Kraulstrecken im Fokus.

"Dann wäre ich nicht angetreten"

Im Damen-Delfinsprint schwammen sich Fabienne Nadarajah (27,52/21.), Lisa Zaiser (27,64/24.), Eva Chaves-Diaz (28,36/35.) und Desiree Felner (29,46/45.) für sie wichtigere Strecken ein.

Für die erst 14-jährige Felner klappte es gleich beim EM-Debüt mit einer persönlichen Bestzeit. Nadarajah hatte sich auf ihrer früheren Spezialstrecke ohnehin nicht viel ausgerechnet.

"Ich habe hauptsächlich Rücken trainiert. Wäre ich ins Semifinale gekommen, wäre ich da auch gar nicht angetreten."

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