Damen-Staffel krault ins Finale

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Brandl und Kraul-Damen erstmals in einem Finale

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Das österreichische Team bei den Langbahn-Europameisterschaften in Debrecen hat am Donnerstag in der Vorlauf-Session seine bisherige Ausbeute an Final-Einzügen auf vier verdoppelt.

Nach Markus Rogan über 200 m Lagen und Dinko Jukic über 200 m Delfin zogen David Brandl über 800 m Kraul und die Damen-Staffel über 4 x 200 m Kraul in Medaillen-Entscheidungen ein.

Die Chance auf einen weiteren OSV-Endlauf erarbeitete sich Birgit Koschischek, sie qualifizierte ich für das Semifinale über 100 m Delfin.

Endlauf-Premiere

Für Brandl ist es es sein erstes internationales Einzelfinale auf der olympischen Langbahn, 2008 in Eindhoven hatte er mit der OSV-Staffel über 4 x 200 m Kraul Bronze geholt.

Nun leistete er Maßarbeit. In 8:03,73 Minuten hatte der Oberösterreicher als Achter gerade einmal 9/100 Reserve auf den ersten Nicht-Finalplatz.

Dabei war der 25-Jährige bei der 750-m-Marke nur Elfter gewesen. "Ich habe mir gedacht, für die letzten 50 m hebe ich mir noch etwas auf", erklärte Brandl. "Da war ich dann auch schneller als die anderen."

Homogenes Quartett

Während der Endlauf des Pergers erst für Freitag (17.02 Uhr) angesetzt ist, muss die Damen-Staffel am Donnerstag noch einmal ran (18.30 Uhr).

Jördis Steinegger, Lisa Zaiser, Eva Chaves-Diaz und Uschi Halbreiner schafften in 8:08,80 Minuten als Sechste den sicheren Aufstieg.

Zaiser lieferte knapp vor Steinegger die beste Leistung des OSV-Quartetts ab, im Grunde waren die vier aber recht gleichmäßig unterwegs. Auf die für ein Olympia-Ticket nötige Zeit fehlten jedoch zumindest noch 2,7 Sekunden.

Rennen um Olympia

Den letzten Platz für die Spiele sicherten sich vorerst die Sloweninnen mit ihrer Vorlaufzeit von 8:06,10. Das OSV-Quartett musste im Endlauf in der Zeitwertung auch die Ukraine überholen, um einen der vier noch freien Plätze im Olympiafeld zu bekommen.

Limitschluss ist der 1. Juni. Chaves-Diaz freute sich jedenfalls über eine gute persönliche Leistung.

"In der Staffel stärkt dir jedes der anderen Mädchen den Rücken", hob die 17-Jährige hervor. Startschwimmerin Steinegger war zuversichtlich, dass sich alle steigern.

Mit Koschischek?

Für das Finale war noch zu diskutieren, eventuell Koschischek in die Mannschaft zu nehmen. Von ihrer Klasse her wäre sie gesetzt, allerdings ist ihr Delfin-Semifinale (17.26) für nur rund eine Stunde vorher angesetzt.

OSV-Sportkoordinator Moschos Tavlas hatte zu entscheiden. Von ihrem Delfin-Vorlauf war die 25-Jährige nicht so angetan.

"Ich fühle mich ein bisschen träge, es war keine Dynamik dahinter", sagte Koschischek. In der Vorschlussrunde ist für die Wienerin das Olympia-Limit von 58,80 anzustreben.

Koschischek verliert 100 Euro

Durch ihre über 59,40 gelegenen Vorlaufzeit handelte sie sich gegenüber ihrem Trainer Adam Thoroczkay eine Wettschuld ein.

"Um 100 Euro haben wir gewettet", sagte die 14. über 100 m Kraul etwas geknickt. Über 100 m Kraul der Herren markierte Christian Scherübl in 51,59 (51.) eine persönliche Bestmarke und Martin Spitzer in 50,69 (35.) eine ohne Ganzkörperanzug.

"Das stimmt mich wieder optimistisch", sagte Scherübl zu seiner Leistung in Hinblick auf die Lagenstaffel am Sonntag.

"Neue Muskulatur"

Sandra Swierczewska war über 200 m Brust in 2:34,79 (27.) um drei Sekunden langsamer als am 21. April bei einem Meeting in Bratislava.

"Ich habe in den Trainingslagern in Rijeka viel neue Muskulatur bekommen, kann damit aber scheinbar nicht umgehen", meinte die Brustlagen-Spezialistin.

"Ich liege tiefer im Wasser, fühle mich so schwer und bin am Ende fast gestorben." Mit ihrem Trainer Zeljko Jukic wollte die 23-Jährige besprechen, woran es gelegen sein kann.

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