Sein letztes Rennen in US-Gewässer

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US-Superstar Michael Phelps hat am Sonntag (Ortszeit) in Omaha/Nebraska in seinem allerletzten Rennen auf US-Boden sein fünftes Einzel-Ticket für die Olympischen Spiele in London geholt.

Seinen Schlusspunkt bei den US-Trials setzte er in der Jahresweltbestzeit 51,14 Sekunden mit dem Sieg über 100 m Delfin.

Trotz drei möglichen Staffel-Starts wird der 27-Jährige seinen historischen Peking-Coup von acht Goldmedaillen nicht wiederholen. Sein Trainer Bob Bowman gab via Twitter bekannt, das Phelps auf ein Antreten über die 200 m Kraul verzichten wird.

Für Team USA bereit

"Dies ermöglicht ihm, mehr Energie auf die Staffeln mit Team USA zu legen", begründet der Coach den Verzicht.

Als er nach seinem vierten Titelgewinn bei diesen Trials aus dem Pool gestiegen war, zückten viele der 12.406 Besucher im CenturyLink Center ihre Handys, um das Phelps-Farewell festzuhalten.

Nach den Sommerspielen ist bekanntlich Schluss für den erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten.

Lochte als Hauptkonkurrent

"Diese Woche hat mir gezeigt, dass ich wieder Wettkämpfe mit einem Marathon-Programm auf hohem Niveau schwimmen kann", sagte Phelps.

Über beide Delfin- und Lagenstrecken sowie über 200 m Kraul hat er sich Einzel-Tickets gesichert.

Mit Landsmann Ryan Lochte wird es wohl über die Lagendistanzen sowie über 200 m Kraul zum direkten Duell kommen, Lochte hat zudem auch über 200 m Rücken das Ticket gelöst.

Großes Gedränge

Über 100 m Delfin hat es Lochte auch versucht, in für ihn starken 51,65 angeschlagen, das war aber nur Platz drei und für eine weitere London-Fahrkarte um 33/100 zu langsam.

Das zweite US-Ticket über diese Strecke sicherte sich Tyler McGill. Lochte könnte auf sechs Mal Gold kommen, da er in der langen Kraul- und der Lagenstaffel stehen könnte.

Der 27-Jährige hat es auch in der Hand, Phelps den Superstar-Status streitig zu machen.

Um die Wette tiefstapeln

Gegen Lochte hat Phelps drei der vier Final-Duelle gewonnen, vier Weltjahresbestzeiten fixiert. Dennoch sah Bowman Raum für Verbesserungen.

Er betonte, dass sein Schützling nicht scharf gewesen sei und es ihm an Speed gefehlt habe.

Noch drastischer äußerte sich Lochte: "Diese Meisterschaften waren Training für mich. Ich habe kaum eine Pause gehabt. In London werde ich ausgeruht antreten und hoffentlich viel schneller sein."

Missy "The Missile"

Für Schlagzeilen sorgte Jungstar Missy Franklin mit den Einzeltickets über jeweils 100 und 200 m Kraul und Rücken, sie ist auch für alle Staffeln vorgesehen.

"Sieben Events waren mein größter Traum. All die harte Arbeit hat sich ausgezahlt", jubelte die 17-Jährige.

Sydney-Olympiasieger Anthony Ervin qualifizierte sich neun Jahre nach seinem Rücktritt im Kraulsprint und die 45-jährige Dara Torres zog im Damen-Kraulsprint ins Finale ein.

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