OSV blitzt neuerlich vor Gericht ab

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Auch nach dem Rücktritt von Präsident Stefan Miklauz geht die juristische Pleiten-Serie des heimischen Schwimm-Verbandes (OSV) ungebremst weiter.

Die vom OSV eingebrachte Zulassungsrevision gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien, welches den Ausschluss des Schwimm-Klubs SC Austria Wien, dem Ex-Verein von Dinko Jukic, für rechtswidrig erklärte, wird am Montag abgelehnt. Diese Zulassungsrevision wäre notwendig gewesen, um trotz der geringen Schadenssumme vor den OGH ziehen zu können.

Für Thomas Krankl, Anwalt des SC Austria, kommt diese Entscheidung keineswegs überraschend. Er hatte im Gegenteil bereits damit gerechnet. Zu den drei Schadenersatzklagen (SC Delphin, Salzburger Klubs, Landesverband Salzburg), die gegen den OSV bereits laufen, bahnt sich nun eine vierte an. Diese wird sich nach Krankls Schätzungen auf rund 100.000 Euro belaufen.

Zurück zur Normalität

„Für meinen Mandanten ist jedoch vorrangig, dass er wieder als vollwertiges Mitglied wahrgenommen wird, mit allen Rechten und Pflichten“, meint Krankl gegenüber LAOLA1. Dabei gehe es beispielsweise um Trainingsbahnen in Wiener Bädern. Laut Krankl wolle sich der Vorstand des Wiener Landesverbandes alsbald damit beschäftigen.

Indes hat der OSV mit der abgewiesenen Zulassungsrevision weitere 2.000 Euro in den Wind geschossen. Alleine der erfolglose Strafrechtsprozess gegen den SC Austria hat den OSV mutmaßlich an die 18.000 Euro gekostet. Zum Vergleich: Das Leistungssport-Budget der Synchronschwimmerinnen lag 2013 mit 25.000 Euro nicht so viel drüber (aktuelle Zahl liegt der Red. nicht vor).

Gemäß Angaben des zurückgetretenen Miklauz beträgt das Finanzloch im OSV derzeit 300.000 Euro.

Nicht ins Bild gesetzt

Damit nicht genug, kündigt Krankl ein weiteres Vorgehen gegen den OSV an. Er ortet Verfahrensmängel beim jüngsten Verbandstag am 21. Februar in Wels.

Demnach sollen manche Klubs, nicht wie in den Statuten festgeschrieben, vorab über die Vorstands-oppositionellen Anträge des Vereins Oberpinzgau informiert worden sein.

Damit steht fest, dass die Negativ-Schlagzeilen rund um den OSV, der für keine Stellungnahme bereit ist, nicht abreißen.

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