Mein versöhnlicher EM-Abschluss

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Dass Freistil und ich keine dicken Freunde sind, habe ich bereits erwähnt. Darum ist es umso erfreulicher, dass ich mit 25,96 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit über die 50 m geschwommen bin. Auch wenn es „nur“ ein 39. Platz ist, ist es nichtsdestotrotz ein versöhnlicher EM-Abschluss für mich.

Mein EM-Resümee: Die 100 m Rücken und die 50 m Delfin haben mich positiv überrascht. Die 50 m Rücken ärgern mich mittlerweile nicht mehr so sehr, weil ich vor zwei Wochen schneller war und somit weiß, dass ich hier schneller sein hätte können.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass die EM wegen der Trainingsumstellung für mich schlechter ausfallen würde. Hinzu kommen die drei Wochen Trainingspause wegen der Schulter. Von daher bin ich gar nicht unzufrieden.

Mit meiner Schulter hatte ich in den vergangenen Tagen bis auf eine Schrecksekunde keine Probleme. Über die 50 m Rücken hat sie einmal geknackst. Ich hatte sofort Angst, dass sie rausgesprungen ist, aber es war nix. Das hat mir gezeigt, dass mich Dinge, die ich früher nie beachtet hatte, hochschrecken lassen. Die Übungen zur Schulter-Stabilisation mache ich nach wie vor. Zur Therapie gehe ich allerdings nicht mehr.

Nach einer Medaille und insgesamt 13 Final-Platzierungen ist die Stimmung im Team eigentlich sehr gut. Leistungen wie etwa der vierte Platz zum Schluss von Martin Spitzer, der ganz knapp an der Medaille dran war, geben Selbstvertrauen.

Durch das Ende der Wettkämpfe fällt nun bei uns allen die Anspannung ab. Während der letzten Tage hatten wir wenig Gelegenheit, sich mit den anderen Team-Mitgliedern ausgiebig zu unterhalten. Da wir erst am Montagabend zurückfliegen, können wir das nun nachholen.

Wie es bei mir weitergeht? Keine Ahnung. Das weiß wohl nur Zeljko Jukic. Er hat noch nicht durchblicken lassen, was für mich in den kommenden Tagen auf dem Trainingsprogramm stehen wird. Er wird mir wohl erst einmal eine kleine Verschnaufpause gönnen, damit ich nach dem Wettkampf wieder etwas runterkommen kann.

Danach liegt Fokus wieder voll auf den Olympischen Spielen. Bis dorthin gibt es mit den Langbahn-Europameisterschaften in Antwerpen aber noch eine Zwischenetappe.

Grüße aus Stettin!

Eure Fabienne

 

 

Fabienne Nadarajah ging bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin (POL) an den Start. Die 26-Jährige schwamm über 100 m Rücken (30.), 50 m Delfin (9.), 50 m Rücken (26.) und 50 m Freistil (39.). Die Wienerin holte in ihrer Karriere bei Kurzbahn-Europameisterschaften bereits vier Bronze-Medaillen.

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