Stadthallen-Problem für Mirna Jukic absehbar

Aufmacherbild
 

Ein harter Schlag für Wiens Spitzenschwimmer: Die Renovierungs-Arbeiten im Stadthallenbad wurden gestoppt.

Die für Februar geplante Wiedereröffnung samt der Österreichischen Hallen-Meisterschaften musste verschoben bzw. nach Graz verlegt werden.

Davon wenig überrascht zeigt sich Mirna Jukic. „Ich habe schon vor Monaten gesagt, dass man vor September 2012 nicht in das Stadthallenbad rein können wird“, erklärt die Ex-Nixe auf Nachfrage von LAOLA1.

Als der Wiedereröffnungstermin von ursprünglich September 2011 auf November und danach auf Februar verschoben wurde, schwante ihr bereits Böses. „Wenn es schon einmal so losgeht, kann das ja nichts werden.“

Überfüllungswarnung für das Stadionbad

Die bereits 2010 zurückgetretene Brust-Spezialistin ist von den Renovierungsschwierigkeiten freilich nicht mehr betroffen. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Dinko.

Der Schwimm-Star muss auch im Olympia-Jahr auf seine eigentliche Trainingsstätte verzichten. Stattdessen müssen er und viele andere Wiener Spitzen-Athleten weiterhin auf das Stadionbad ausweichen.

„Im Sommer wird es dort wieder eine Katastrophe, weil das Stadionbad dann wieder mit Badegästen voll ist. Dazu kommt, dass das ständige Training in der Traglufthalle nicht das Optimale ist“, weiß Mirna zu berichten.

Ausweichmöglichkeiten gesucht

Wie die Trainingsgruppe rund um die Jukic-Familie auf den überraschenden Baustopp reagiert, ist noch offen. „Sie überlegen, längere Trainingslager einzuschieben. Aber das ist halt schwierig, weil man dann immer alles zu Hause lassen muss“, erklärt Mirna.

Sogar mehrmonatige Auslandsaufenthalte sind denkbar. Denn schließlich ist nicht jedes Jahr Olympia.

„Dinko weiß genau, dass Olympia in rund 180 Tagen beginnt. Er muss nun schauen, dass er seine Möglichkeiten bis dahin bestens nutzt.“ Welche diese sind, wird sich noch weisen.

Der Ortstafel-Bumerang

Doch Mirna will nicht alles schlecht reden. „Ich sage immer, was nicht umbringt, macht härter.“ Soll heißen, die erschwerten Bedingungen können auch ihre Vorteile haben. Das gilt auch für längere Trainingslager. „Dort bekommst du die Möglichkeit, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren, alles andere auszublenden.“

Nichtsdestotrotz  findet Mirna das andauernde Theater um das Stadthallenbad „schade“. „Es heißt anscheinend nicht umsonst: Wien ist anders.“

Reinhold Pühringer

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen