Phelps macht die WM-Stars nass

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Phelps gibt die Antwort auf Le Clos

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Mit einer Demonstration seiner Stärke hat Michael Phelps ein Zeichen gegen freche Sprüche der Konkurrenz gesetzt.

Der Rekord-Olympiasieger war bei den US-Schwimm-Meisterschaften in Antonio deutlich schneller als die Weltmeister in Kasan.

Über 100 m Delfin schlug der für die WM nach einer Alkohol-Autofahrt vom eigenen Verband gesperrte Phelps in Jahresweltbestzeit von 50,45 Sekunden an.

Verbale Wasserschlacht

Phelps war damit schneller als bei seinem Olympiasieg 2012, schneller als jemals zuvor seit Verbot der Hightech-Anzüge Ende 2009 und vor allem schneller als Südafrikas Weltmeister Chad Le Clos am Samstag in Kasan (50,56).

Der Südafrikaner hatte sich anschließend abfällig über Phelps und "all den Dreck, den er von sich gibt" geäußert und das Duell der beiden Delfin-Olympiasieger in Rio 2016 mit dem legendären Boxkampf zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier verglichen.

Sein Vater legte nach: "Egal wie schnell Michael ist, wir werden schneller sein", sagte Bert Le Clos der Nachrichtenagentur AP.

Zeitrechnung

"Die Kommentare waren schon interessant. Wenn man das so machen will, soll man das tun. Ich bin bereit und lasse meine Leistungen im Pool sprechen", sagte Phelps vieldeutig grinsend.

Le Clos hatte ihm in London 2012 über 200 m Delfin eine schmerzhafte Niederlage zugefügt.

Dass Phelps auch über diese Distanz wieder vorn liegt, zeigte er am Freitag. In 1:52,94 Minuten war er besser als Weltmeister Laszlo Cseh, der Ungar schwamm in 1:53,48 zum WM-Titel.

Die Jahresweltbestzeit von Phelps war ebenfalls dessen beste Leistung über diese Strecke seit Verbot der Hightech-Anzüge Ende 2009. Mit dieser Zeit wäre Phelps und nicht Le Clos 2012 Olympiasieger geworden.

Der Optimismus ist zurück

"Das nächste Jahr könnte ein verdammter Spaß werden", sagte Phelps mit Blick auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und feierte seine fantastische Zeit mit ausgelassenem Jubel im Becken von San Antonio.

"Ich kann alles schaffen, was ich mir vornehme", sagte der 30-Jährige und fügte mit Blick auf die für die US-Männer nur bescheiden verlaufene WM in Russland hinzu: "Ich wünschte, ich wäre da, aber ich bin glücklich, dass ich hier bin."

Noch im Frühjahr war er auf der längsten Delfin-Strecke nur mit Mühe unter zwei Minuten geblieben.

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