Schweinzer will die erste Chance nutzen

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Wie Constantin Blaha im Wasserspringen ist bei den Weltmeisterschaften in Kazan auch Matthias Schweinzer bei den Freiwasser-Schwimmern als rot-weiß-roter Einzelkämpfer präsent.

Die beiden sorgen mit den Becken-Schwimmern und Synchron-Schwimmerinnen dafür, dass Österreich bei diesen Titelkämpfen in vier der sechs Sparten vertreten ist.

Im Wasserball und Klippenspringen gibt es keine OSV-Präsenz.

Ausgewandert nach Magdeburg

Schweinzer jedenfalls will in Russland verstärkt darauf aufmerksam machen, dass sein Sport in seiner Heimat ernsthaft betrieben wird.

Genaugenommen hat der Steirer seine Fähigkeiten im offenen Wasser seit März 2014 aber im Ausland erweitert. "Mir haben in Graz die Trainingspartner gefehlt", erklärte er.

"Daher bin ich nach Magdeburg in eine Trainingsgruppe gegangen. Da sind wir sechs Leute und das Niveau ist einfach höher."

Rio heißt das Ziel

Der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro hat sich der 25-Jährige schon seit Jahren verschrieben, nun wird es dafür ernst.

Die erste Chance ist das WM-Rennen am Montag über 10 km, denn nur diese Distanz ist olympisch. Ein Platz in den Top Ten garantiert die Rio-Teilnahme.

Ein hochgestecktes Ziel, für Schweinzer aber erreichbar. "Ich muss aggressiv schwimmen, die Konkurrenz beobachten", meinte er vor der Abreise nach Kasan.

Volle Konzentration

Im früheren Ostdeutschland hat er die Chancen auf ein erfolgreiches WM-Abschneiden insofern erhöht, als er durch die höhere Qualität jedes Trainings für den Tag X vorbereitet wurde.

"Ich kann jetzt von der Grundbelastung mehr ertragen." Dadurch ist ihm im Normalfall auch ein längeres Schwimmen bei Maximalgeschwindigkeit möglich.

Um nicht vorab Kräfte zu lassen, hat Schweinzer auf ein WM-Antreten im 5-km-Rennen am Samstag verzichtet.

Plan B

Sollte es mit dem Quotenplatz in Kazan nicht klappen, bleibt noch eine Chance. Am 12. Juni 2016 beim Qualifikationsrennen in Setubal in Portugal ist dafür ein Top-neun-Platz gefordert.

Darüber hinaus gibt es für den Nächstbesten jedes Kontinents, also auch Europa, noch einen Rio-Startplatz.

In diesem Rennen der letzten Chance wird es dann wohl auch nicht ohne eine gewisse Ellbogen-Technik unter Wasser abgehen. Schweinzer ist mittlerweile auch darin geeicht.

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