Zaiser führt Österreichs WM-Aufgebot an

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Österreichs Schwimm-Elite tritt von Mittwoch bis Sonntag bei den 12. Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Doha mit dem Anspruch auf Starts in den Finalsessions an.

Die Zeiten der insgesamt sieben OSV-Medaillengewinne von 2002 bis 2008 bei 25-m-Welttitelkämpfen sind zumindest vorläufig vorbei, doch die Langbahn-EM-Dritte Lisa Zaiser bewegt sich diesbezüglich in die richtige Richtung.

Insgesamt sieben Starts für Zaiser

Zaiser hat nicht nur im August bei der Berlin-EM überzeugt, sondern auch gleich danach bei den Weltcups in Dubai und eben in Doha.

Zuletzt hat die Kärntnerin auch bei den österreichischen Hallen-Meisterschaften im Wiener Stadthallenbad gute Form bewiesen.

Für die WM hat Zaiser über 200 m Kraul, 50 und 100 m Brust sowie 100 und 200 m Lagen und damit für fünf Einzelstrecken genannt. Dazu kommen beide Kraulstaffeln.

Kreundl über 100 m Lagen

Birgit Koschischek kommt der 20-Jährigen mit vier Einzelbewerben innerhalb des OSV-Teams am nächsten.

"Ich wäre auch gerne über 100 m Lagen gestartet", erklärte die Wienerin. Da kommt aber Lena Kreundl zum Zug.

Sie hat zwar eine schwächere Zeit als Koschischek stehen, hatte aber das für sie gültige Nachwuchslimit erbracht, Koschischek das der allgemeinen Klasse hingegen nicht.

Drei Staffeln

Die 27-Jährige hofft in der Hauptstadt Katars im "Hamad Aquatic Centre" nun auf die 50 und speziell 100 m Kraul, mit Claudia Hufnagl hat sie eine USC-Graz-Kollegin mit im Team.

Die Wienerin ist wie Sebastian Steffan ohne erbrachte Normzeit in den Kader gerutscht, wodurch aber die Besetzung von insgesamt drei Staffeln ermöglicht wird.

Die OSV-Damen sind für beide Kraulstaffeln genannt, die Herren für 4 x 200 m.

Fünf Linzer

Während es für Hufnagl (200 und 400 m Kraul, 200 m Delfin) und Steffan (200 m Lagen) auf ihren Einzelstrecken eher darum gehen wird, Erfahrung zu sammeln, hat Jördis Steinegger davon schon reichlich.

Die 31-Jährige hat auf Kurzbahn-WM-Ebene noch kein herausragendes Ergebnis, diesmal setzt sie auf die 100 und 200 m Rücken sowie 400 m Lagen. Ein Finaleinzug wird aber durchwegs kaum machbar sein.

Mit Steinegger, Kreundl, Zaiser, Steffan und David Brandl (200 und 400 m Kraul) kommen gleich fünf der OSV-Aktiven aus der Linzer Trainingsgruppe, dazu kommen Koschischek und Hufnagl mit Graz als Stützpunkt.

Ergänzt wird dieses Septett durch Jakub Maly und Felix Auböck. Diese beiden absolvieren ihre Ausbildung aktuell in den USA bzw. Berlin und sind daher schwimmerisch Legionäre.

Abwarten bei Maly

Während Auböck auf die lange Krauldistanz von 1.500 m äugt, hat Maly wie immer die Lagenstrecken im Fokus.

Der 22-Jährige war kurz vor dem Abflug der OSV-Equipe in Wien angekommen und stimmte Coach Walter Bär zuversichtlich.

"Er liegt ganz gut im Wasser. Noch schwer zu sagen, ob die 200 oder 400 m besser gehen." Über 400 m Lagen ist Maly 15. der Nennliste, über 200 m 17. Nur die Top acht erreichen die Endläufe.

Zaiser mit bester Ausgangsposition

Zaiser ist als Siebente über 200 m Lagen am besten klassiert, es fehlen nur 91/100 auf die Drittplatzierte.

Welche Aussagekraft die Nennzeiten haben, zeigt aber erst der Wettkampf. Jedenfalls ist die Olympia-19. von London 2012 über 100 m Lagen als Neuntbeste der Liste ebenfalls im Feld der Finalanwärterinnen.

Preisgeld bekäme sie ab einem sechsten Rang, ganz generell werden je Weltrekord 15.000 Dollar (12.016,34 Euro) ausgeschüttet.

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