Katie Ledecky komplettiert ihre Sammlung

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US-Jungstar Katie Ledecky hat sich auch zum Abschluss ihrer WM-Goldmission keine Blöße mehr gegeben.

Die 18-Jährige gewann über 800m Kraul mit dem Weltrekord von 8:37,39 Minuten und gleich 10,26 Sekunden vor der Neuseeländerin Lauren Boyle.

Damit kam Ledecky auf fünf Titel, davor hatte sie über 200, 400 und 1.500m Kraul sowie mit der US-Staffel über 4x200m Kraul triumphiert.

Bereits zehnmal das edelste Metall

Mit dem erstmaligen Gewinn in der WM-Geschichte dieser vier Einzelstrecken durch eine Aktive erweiterte das Ausnahmetalent ihre Titelsammlung erheblich.

Die am 17. März 1997 in Washington geborene Athletin hält damit schon bei neun WM-Goldenen sowie Olympiagold über 800m. Dieses holte sie in London im zarten Alter von erst 15 Jahren.

Außerdem hält Ledecky die Langbahn-Weltrekorde über 400, 800 und 1.500m Kraul - letzteren hat sie in Kasan zweimal verbessert.

Australien auf der Lauer

Die 1,78m große und 65kg schwere Ledecky hatte damit wesentlichen Anteil daran, dass die USA vor dem Schlusstag der Titelkämpfe im Becken-Schwimmen mit sieben Mal Gold in Front liegt.

Das wieder erstarkte australische Team liegt aber mit sechs Titeln auf der Lauer, das halbe Dutzend machte am Samstag Emily Seebohm über 200m Rücken mit 2:05,81 Minuten voll. Sie holte damit das Gold-Double auf den beiden olympischen Rücken-Strecken (100, 200m).

Seebohm fing auf der letzten Länge noch Missy Franklin um 53 Hundertstelsekunden ab, die trumpfte dafür mit der US-Mixed-Staffel über 4x100m Kraul auf.

Bei der letzten Wende hinter die Niederländerin Femke Heemskerk zurückgefallen, wendete sie in diesem neuen WM-Bewerb noch das Blatt und schlug in Weltrekordzeit an.

3:23,05 waren eine Verbesserung der bisherigen Bestleistung eines australischen Quartetts vom 1. Februar 2014 um 24/100. Ebenfalls daran beteiligt waren Ryan Lochte, Nathan Adrian und Simone Manuel.

Die Rekorde purzeln

Damit fielen bisher ein Dutzend Weltrekorde bei diesen 16. Weltmeisterschaften.

Auf einen weiteren hätte über 50m Kraul der Herren nicht allzu viel gefehlt, Florent Manaudou markierte mit seiner Siegerzeit von 21,19 Sekunden eine der schnellsten Zeiten in diesem Bewerb überhaupt, 28/100 fehlten auf den Weltrekord des Brasilianers Cesar Cielo aus dem Jahr 2009.

Der zweitplatzierte Adrian hatte schon 33/100 Rückstand. 3/100 dahinter überraschte der Brasilianer Bruno Fratus mit Bronze.

Mindestens ebenso unerwartet kam Rang drei von Joseph Isaac Schooling aus Singapur über 100m Delfin. Damit stand er aber trotzdem im Schatten des Gold-Duells von Chad le Clos und Laszlo Cseh.

Der Südafrikaner nahm schließlich in 50,56 Sekunden mit 31/100 Vorsprung erfolgreich Revanche, denn über 200m Delfin hatte Cseh vor Le Clos gewonnen.

Cseh bilanziert damit auf den Delfinstrecken mit Gold, Silber und Bronze. Schließlich gewann Weltrekordlerin Sarah Sjöström den Delfin-Sprint in 24,96 Sekunden.

Österreichs Total-Pleite fast perfekt

Am Sonntag (ab 16.30 Uhr MESZ) stehen in der Kazan Arena noch acht Finalentscheidungen auf dem Programm, darunter die über 400m Lagen der Herren und Damen.

In diesen beiden Bewerben sind in den Vorläufen (8:30 Uhr) Jakub Maly und Jördis Steinegger als letzte Beiträge Österreichs bei diesen Titelkämpfen engagiert.

Es ist nicht zu erwarten, dass sie die in Kasan bisher ununterbrochene OSV-Serie von Ausscheiden in den Vorläufen beenden.

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