Kein Finale, aber zufrieden

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Zaiser und Kreundl mit Plätzen zehn und elf zufrieden

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Schwimm-Ass Lisa Zaiser hat nach einer EM-Medaille auf WM-Ebene ein Top-Ten-Ergebnis in der Tasche.

Die Kärntnerin steigerte bei den Kurzbahn-Titelkämpfen in Doha im Semifinale über 100 m Lagen ihren zwölf Tage alten österreichischen Rekord um 17/100 auf 59,76 Sekunden, wurde damit exakt Zehnte.

65/100 fehlten auf den Endlauf. Ihre Landsfrau Lena Kreundl überzeugte in 1:00,05 Minuten mit Rang elf.

Beide steigerten sich

Zaiser war in 1:00,12 Minuten als Vorlauf-Zwölfte in die Vorschlussrunde gekommen, im zweiten Antreten erwischte sie die Kriterien noch besser.

Das sollte der 20-Jährigen für das Samstag-Rennen über 200 m Lagen Zuversicht geben, in dem sie eine echte Finalchance hat.

Kreundl hatte sich schon als Vorlauf-15. um 43/100 auf 1:00,41 gesteigert und legte dann noch einiges drauf. Damit legte die 17-Jährige eine starke Talentprobe ab.

Trainer Marco Wolf war mit seinen Schützlingen sehr zufrieden. "Das waren tolle Leistungen von Lisa und Lena", sagte der Coach.

Trainer  Wolf ortet viel Potenzial

"Da ist noch viel Potenzial nach oben. Wir haben noch einige technische Fehler auszumerzen, aber wir nähern uns langsam und stetig dem internationalen Topniveau."

Zaiser resümierte ebenfalls positiv: "Ich habe die Wenden viel besser erwischt als am Vormittag."

In den drei Damen-Entscheidungen des Tages ragte jene über 100 m Rücken heraus. Katinka Hosszu rehabilitierte sich für die Niederlagen gegen die Spanierin Mireia Belmonte über 200 m Delfin und 400 m Lagen vom Vortag, indem sie in der Weltrekordzeit von 55,03 Sekunden anschlug.

Die bisherige Bestmarke der Japanerin Shiho Sakai hatte noch aus dem November 2009 bzw. der Ära der Ganzkörperanzüge gestammt.

Franca holt drei Mal Gold

Belmonte ließ ihrerseits aber nicht aus und schlug über 800 m Kraul schon zum dritten Mal im "Hamad Aquatics Centre" zu. 8:03,41 Minuten bedeuteten WM-Rekord.

Ein spannendes Gold-Duell brachte der Brustsprint. Die erst 17-jährige, aber schon sehr erfolgsverwöhnte Litauerin Ruta Meilutyte blieb in 28,84 nur 4/100 über ihrem Weltrekord. Silber ging in 28,91 an die Jamaikanerin Alia Atkinson.

Erfolgreichster Athlet des Abends war Felipe Franca mit dreimal Gold. Solo blieb er über 100 m Brust mit dem WM-Rekord von 56,29 Sekunden siegreich.

Weitere Weltrekorde

Zudem gewann er zweimal mit brasilianischen Lagen-Staffeln über 4 x 50 m. Im Herren-Quartett mit Guilherme Guido, Nicholas Santos und Cesar Cielo Filho gab es in 1:30,51 einen klaren Weltrekord, im Mixed mit Etiene Medeiros, Santos und Larissa Oliveira war die Siegerzeit 1:37,26.

Herausragend in den anderen Herren-Finali war der Sieg von Chad le Clos über 100 m Delfin. In 48,44 löschte auch der Südafrikaner einen Ganzkörper-Weltrekord aus den Bestenlisten.

Die 100 m Rücken gingen in 49,57 an den Australier Mitchell Larkin, die 400 m Lagen in 3:56,33 an den Japaner Daiya Seto. Die enge Entscheidung über 4 x 200 m Kraul holte das US-Quartett Conor Dwyer, Ryan Lochte, Matt McLean und Tyler Clary in 6:51,68.

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