Steinegger mit OSV-Rekord ins Finale

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Die Steirerin Jördis Steinegger hat am Sonntag in Stettin auf ihrer Paradestrecke 400 m Lagen in souveräner Manier das Kurzbahn-EM-Finale erreicht.

Mit dem OSV-Rekord von 4:33,91 Minuten markierte die 28-Jährige die drittbeste Vorlaufzeit, geht mit einer kleinen Medaillenchance in die für 17:14 Uhr angesetzte Entscheidung.

Sonst schaffte keiner der am Schlusstag im Vorlauf-Einsatz gewesenen Österreicher den Aufstieg, teilweise ging es aber sehr knapp her.

Mit Euphorie in den Endlauf

Steinegger war über die als Laufsiegerin schon am Vormittag fixierte Verbesserung ihrer gut zwei Jahre alten, bisherigen Topmarke um 36/100 überrascht.

Da die 28-Jährige ihren Lauf unerwartet gewonnen hat, wusste sie ihr Potenzial für den Endlauf nicht sehr gut einzuschätzen.

"Das ist aber super, schon jetzt einen Rekord. Ich werde massieren gehen, essen, schlafen und dann ist Finale."

Erste Medaillen-Anwärterinnen waren Mireia Belmonte Garcia (ESP), Hannah Miley (GBR) und Zsuzsanna Jakabos (HUN).

Um einen Wimpernschlag schneller

Während Steinegger auf eine Schwäche einer dieser Favoritinnen hoffen musste, hatte Dinko Jukic noch eine kleine Hoffnung auf einen Endlauf-Einsatz über 200 m Kraul.

Zunächst hatte sich der 22-Jährige als bester aus einem Österreicher-Quartett in 1:45,65 auf Vorlaufrang 13 gesetzt, ehe ein "Swim-off" gegen den zeitgleich gewesenen Polen Pawel Werner über den 1. Final-Ersatzplatz entscheiden musste.

In einem packenden Duell war das OSV-Ass in 1:45,96 schließlich um 1/100 schneller als der Lokalmatador.

"Bin ausgebrannt"

Jubelnd nahm Jukic das Ergebnis zur Kenntnis. "Das war eine Super-Vorbereitung auf das 'Duel'", meinte er in Hinblick auf das am Freitag und Samstag in Atlanta stattfindende "Duel in the Pool" der USA mit Europa.

Mit acht Starts war Jukic vom OSV-Team bei diesen Titelkämpfen am meisten im Einsatz. Markus Rogan kam auf sieben Rennen, zum Abschluss wurde er in 1:45,93 über 200 m Kraul 16.

"Ich bin ausgebrannt, hatte in den vergangenen Wochen sehr, sehr viele Wettkämpfe", meinte der Wiener zu seiner Leistung.

Brandl weiter neben der Spur

Der 17-Jährige Christian Scherübl rehabilitierte sich für sein über 1.500 m Kraul zu verkrampftes Rennen, indem er seine Bestzeit über 200 m Kraul um 2,07 Sekunden auf 1:46,88 (25.) drückte.

"Ich war heute viel lockerer am Start", sagte der Steirer. Bei Martin Brandl lief es hingegen auch in seinem dritten Bewerb nicht, mit 1:47,88 (40.) blieb der 24-jährige Oberösterreicher um einiges unter seinen Möglichkeiten.

"Es ist hier nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich konzentriere mich jetzt auf die Langbahn."

Zaiser auch in der Staffel?

Über 200 m Kraul der Damen startete Birgit Koschischek wegen der Vorbereitung auf ihren für 17.51 Uhr angesetzten 100-m-Delfin-Endlauf nicht.

Dafür lieferte die doppelte EM-Finalistin Lisa Zaiser mit 1:59,03 (20.) eine weitere Überraschung. Mit der Verbesserung ihrer bisherigen Topmarke um 3,29 Sekunden wird die 17-Jährige nun auch ein Thema für die OSV-Staffel über 4 x 200 m Kraul.

"Mit so einer guten Zeit habe ich nicht gerechnet. Daheim in Baldramsdorf wird mir die Familie sicher einen Empfang bereiten."

Krank aber froh

Die kränkelnde Eva Chaves Diaz brach im Finish ein, kam auf 2:01,63 (36.). "Ich bin aber froh, hier gewesen zu sein. Es waren doch meine ersten Einzel-Rennen bei einem Großereignis", erklärte die 16-Jährige.

Wie Zaiser wurde ihre engere Landsfrau Uschi Halbreiner 20., und zwar über 200 m Rücken in persönlicher Bestzeit von 2:10,80. Fabienne Nadarajah belegte im Kraulsprint in 25,96 Sekunden Rang 39, Martin Spitzer über 50 m Delfin in 24,13 Platz 27.

Er hat aber noch den Endlauf über 100 m Lagen (17:42 Uhr).

Maly mit vierter Bestzeit

Schließlich schlug sich ein OSV-Trio über 200 m Brust der Herren passabel. Hunor Mate verfehlte als 13. in 2:09,01 das Finale um 34/100, nachdem es über 100 m Brust 2/100 gewesen waren.

"Es ist eine gute Zeit, es hat sich auch ganz gut angefühlt", zeigte sich der 28-Jährige zufrieden. Maxim Podoprigora wurde 14., statt des in 2:09,42 verpassten Endlaufs gab es für ihn danach ein Training.

Jakub Maly steigerte seine Topzeit um 1,15 Sekunden auf 2:11,05 (23.), überzeugte in all seinen vier EM-Rennen mit klaren Bestzeiten.

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