Schwimm-WM droht Super-GAU

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Doping-Sperren bedrohen Schwimm-WM in Kazan

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Stell dir vor, eine stolze Sport-Nation wie Russland würde eine Weltmeisterschaft in einer international bedeutenden Sportart austragen, aber kein einziger russischer Sportler dürfte daran teilnehmen.

Ausgeschlossen? Nicht ganz.

Sagen wir besser: Unwahrscheinlich.

Im Schwimmsport scheint diese Möglichkeit nach den jüngsten Vorfällen nämlich gar nicht mehr so abwegig.

Nach der 16-monatigen Doping-Sperre für Yuliya Efimova wird mit Sergey Makov am Dienstag ein weiterer Schwimmer der „Sbornaja“ verbannt.

Gibt es zwölf Monate nach dem ersten Doping-Fall noch drei weitere Verstöße einer Nation, so sehen die Regeln des Weltverbands (FINA) einen 24-monatigen Ausschluss der gesamten Mannschaft vor, was für die 2015 in Kazan stattfindenden Schwimm-Weltmeisterschaften der Super-GAU wäre.

Weitere Dopingfälle

Brust-Weltrekordlerin Efimova sowie Makov waren beide vergangenen Oktober positiv auf anabole Steroide (DHEA bzw. Ostarin) getestet worden. Der 29-Jährige fasste im Gegensatz zu seiner Mannschafts-Kollegin die vollen zwei Jahre aus.

Mit EM-Medaillengewinner Vitali Melnikov und Ex-Freiwasser Vladimir Dyachin gibt noch zwei weitere russische Athleten, die zwar erwischt worden sind, auf ihre Urteile aber noch warten.

Selbst wenn beide des Dopings schuldig gesprochen werden, dürfte dies aber noch nicht den Ausschluss der gesamten russischen Mannschaft bedeuten, da in den FINA-Regeln von der „derselben Disziplin“ die Rede ist, womit Dyachin nicht relevant ist.

Und im selbst im Falle einer Sperre aller russischen Schwimmer wären freilich die anderen Disziplinen wie Synchron-Schwimmer oder Turmspringer in Kazan nach wie vor startberechtigt.

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