Rogan in London wenig gefordert

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Der Wiener Markus Rogan hat am Samstag am Eröffnungstag der offenen britischen Schwimm-Meisterschaften im Londoner Aquatic Centre die "Gästewertung" über 400 m Lagen gewonnen, allerdings in einer für ihn unbefriedigenden Zeit von 4:17,60 Minuten.

Der 29-Jährige war im Vorlauf auch gegen britische Konkurrenz in 4:17,18 nur 15/100 Sekunden von seiner Bestzeit entfernt gewesen, konnte aber nicht wie erhofft nachlegen.

Klare Angelegenheit

Im Endlauf ging es ausschließlich gegen Nicht-Briten, da sich die Inländer in einem eigenen Finale die beiden Olympia-Startplätze ausschwimmen mussten.

Rogan war so ohne ernsthaften Konkurrenten, der für Südafrika schwimmende Michael Meyer hatte als Zweitplatzierter 4,36 Sekunden Rückstand auf den OSV-Star.

Im Olympia-Kampf der Briten waren gleich vier Athleten schneller gewesen als nachher Rogan.

Keine haarige Angelegenheit

Der zielte auf eine Zeit von 4:14 Minuten ab, was eine Verbesserung des seit Olympia 2008 in Peking bestehenden OSV-Rekords von Dinko Jukic von 4:15,48 bedeutet hätte.

Im Gegensatz zu seinen 4.17,46 am Donnerstagnachmittag bei den Hallen-Staatsmeisterschaften in Graz ist Rogan diesmal ganzkörper-rasiert angetreten, was die Verbesserung bringen sollte.

Hinter der Graz-Marke

Nach den ersten 100 m Delfin war der Vize-Weltmeister aber nur 2/10 schneller als zwei Tage zuvor, lediglich zusätzliche 8/100 zwackte er über die Rückenlage ab, im Bruststil waren es immerhin 38/100.

Doch auf den abschließenden 100 m Kraul verlor Rogan 52/100 und fiel somit noch 14/100 hinter seine Marke von Graz zurück.

Dort hatte er ebenfalls auf Kraul verloren und war noch hinter Jukic auf Rang zwei zurückgefallen.

Flugmeilen hängen sich an

"Ich glaube, das ganze Hin und Her war etwas zu viel für mich", meinte Rogan nach dem Rennen.

Exakt eine Woche davor war er von Los Angeles in London angekommen, am Mittwoch über Wien nach Graz gereist, dort nach dem Rennen bei den Staatsmeisterschaften im Eiltempo zurück nach London geflogen.

Zwei weitere 400-m-Rennen binnen eines Tages waren dann doch zu heftig.

Ein bisschen Erholung

"Ich bin aber stolz, trotz allem so schnell gewesen und jetzt um eine Erfahrung reicher zu sein", fügte Österreichs "Sportler des Jahres 2004" noch an.

"Jetzt erhole ich mich und schaue, was ich auf 200 Brust und Lagen kann."

Nach zwei wettkampffreien Tagen bestreitet Rogan die 200 m Brust am Dienstag nur zu Trainingszwecken, ehe er am Mittwoch über 200 m Lagen eine Spitzenzeit nachlegen will.

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