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Synchronschwimmerinnen enttäuschen in Shanghai

Während die Wasserspringerin Sophie Somloi über ein gelungenes WM-Debüt jubelte (Rang 15 vom 1m-Brett), sah man bei den Synchronschwimmerinnen Nadine Brandl und Livia Lang enttäuschte Gesichter.

Mit Rang 22 im Duett (Technik) wurden die OSV-Nixen unter ihrem Wert geschlagen. Platz 16 bedeutete für Nadine Brandl ebenfalls das vorzeitige Aus im Solo (Technik).

Die erst 17-jährige Wasserspringerin Sophie Somloi platzierte sich bei ihrem ersten WM-Einsatz vom 1m-Brett mit 249.45 Punkten auf Platz 15 und verfehlte den Einzug in das Finale der Top 12 nur um wenige Punkte.

Fokus auf 3-Meter-Brett

„Die Sprünge waren sauber ausgeführt. Im Vergleich zu den Trainingsleistungen konnte ich mich im Wettkampf deutlich steigern“, freut sich die WM-Debütantin, deren Hauptaugenmerk eigentlich auf das 3m-Brett gerichtet ist.

„In den Grand Prix der laufenden Saison wird ausschließlich aus dieser Höhe gesprungen. Dementsprechend mehr Praxis und Routine besitze ich dort“, erzählt die Wienerin und ergänzt: „Gelingt mir vom 3m-Brett eine ähnlich konstante Serie wie vom 1m-Brett, sollte sich das Semifinale mit den Top 18 ausgehen“.

OSV-Trainer Aristide Brun traut seinem Schützling sogar das Finale zu: „Wenn Sophie so springt wie heute, dann ist vieles möglich!“

Der Vorwettkampf vom 3m-Brett findet am kommenden Freitag, 22. Juli 2011, statt.

Synchronschwimmerinnen enttäuschen

Großes hatten die Synchronschwimmerinnen Nadine Brandl und Livia Lang in der technischen Kür im Duett vor.

„In den letzten Tagen haben wir noch an Details gefeilt und unsere Synchronität weiter verbessert“, berichteten die beiden vor dem Wettkampf.

Entsprechend selbstbewusst sprangen sie, trotz der unglücklichen Startnummer zwei, in das Becken, wo sie eine solide Leistung mit teilweise sehr guten Elementen präsentierten.

Brandl und Lang verstehen die Bewertung nicht

Dass es am Ende nur für Rang 22 reichte, versteht im OSV-Team niemand. „Wir hadern mit dieser Platzierung. Wir sind gut geschwommen, konnten uns gegenüber den letzten Wettkämpfen in Puncto Synchrontität stark verbessern und bekommen dennoch nur 82.00 Punkte“, versteht Nadine Brandl die Bewertung nicht.

Auch Partnerin Lang ist bitter enttäuscht: „Wir können uns nichts vorwerfen. Wir haben unser Bestes gegeben!“

Nicht körperliches, sondern vor allem mentales Training steht für Albena Mladenova, OSV-Trainerin, daher morgen an erster Stelle:

„Wichtig ist, dass sich die beiden Mädchen von diesem Resultat nicht den Mut nehmen lassen. Auch wenn die Enttäuschung im ersten Moment riesig ist, dürfen sie nicht anfangen an ihrem Können zu zweifeln, sondern sich mit all ihrer Kraft auf die kommenden Aufgaben fokussieren.“

Brandl im Dauereinsatz

Nicht nur im Duett, sondern auch im Solo hatte Nadine Brandl am Sonntag ihren Auftritt. In Vorwettkampf der technischen Kür belegte die OSV-Athletin Rang 16 (82.50) und verpasste das Finale der Top 12 um 6.30 Punkte.

„Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Was mich freut ist, dass ich in der Technik und Akrobatik über längere Abschnitte bereits sehr gut mit den Spitzenathletinnen mithalten kann. In der Präsentation steckt allerdings noch Aufholbedarf und jede Menge Potential!“

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