Blaha will nun auch vom 3-m-Brett angreifen

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So nah ist im Einzel noch kein anderer österreichischer Wasserspringer an einer WM-Medaille gewesen.

Constantin Blaha überflügelte am Montag in Barcelona als Fünfter vom 1-m-Brett sogar Niki Stajkovic.

Der damals 27-Jährige war 1986 in Madrid vom 3-m-Brett auch Fünfter geworden, war aber knapp 41,64 Punkte hinter Bronze gelegen. Bei Blaha waren es 19,8. Besser platziert waren nur Anja Richter/Marion Reiff als Synchro-Vierte (Fukuoka 2001).

Es war mehr drinnen

Auch wenn die 411,75 Punkte die beste 1-m-Leistung in der Karriere des 25-Jährigen bedeuten, wäre mehr drinnen gewesen.

"Während die ersten drei Sprünge super waren, waren die anderen drei 'nur' sehr solide", sagte Blaha der APA.

"Bei optimalem Verlauf wären noch 25 Punkte drinnen gewesen, also der zweite Platz." Rang zwei hatte der Ukrainer Illja Kwascha mit 434,30 Zählern geholt. Aber an Bronze oder gar Silber dachte der Wiener nur einen kurzen Moment.

Gute Aussichten für EM

Vielmehr freute ihn, wen er aller hinter sich gelassen hatte. "Vor mir liegen nur zwei Chinesen, ein vierfacher Europameister und ein Mexikaner."

Gewicht hat auch, dass der "Bachelor" der Wirtschaftskommunikation den Bewerb als zweitbester Europäer abgeschlossen hat, was ihn für die EM im August 2014 in Berlin schon jetzt - Gesundheit und bleibende bzw. steigende Form vorausgesetzt - in den Kreis der Medaillenanwärter bringt.

Fokus liegt auf 3-m-Brett

Dazu kommt, dass sich Blaha die gesamte bisherige Saison über auf das 3-m-Training konzentriert hat.

Aber schon Rang vier im Juni in Rostock holte er vom niederen der beiden Bretter.

"Das liegt auch daran, dass ich sehr hoch springe. Und das kommt vom 1er sehr gut zur Geltung", hatte er schnell eine Erklärung parat. Nichtsdestotrotz soll sich am Donnerstag die Arbeit am 3er-Brett ebenfalls rentieren.

Harter Vorwettkampf

Zunächst geht es im Vorkampf um die Top 18 (10.00 Uhr), im Semifinale (14.00) um das Finale der Top 12 (Freitag, 17.30, alles live Eurosport).

"Ich nehme das Feeling vom 1er mit. Aber am 3er werden die Karten dennoch neu gemischt, das Feld ist extrem dicht." Mit dem Aufstieg kann daher keiner fix rechnen. Blaha wollte sich jedoch in den beiden verbleibenden Trainingstagen optimal einstimmen.

"Das Feld war extrem dicht beisammen, sodass am Ende wirklich nur Kleinigkeiten zum ganz großen Coup - sprich eine Medaille - gefehlt haben." Gute Vorzeichen für den Bewerb vom 3-m-Brett, aber kein Grund zur Überheblichkeit: "Mal sehen. Ich habe einiges drauf. Vorerst heißt es wieder den Vorwettkampf zu überleben. Dort kommen nur die Harten durch", weiß der EM-Vierte von Rostock.

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