Keine Chance im Medaillenkampf

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Lobnig verpasst die ersehnte Medaille

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Der Traum von einer Ruder-WM-Medaille ist für Magdalena Lobnig ein Jahr nach Platz vier in Südkorea auch am Sonntag in Amsterdam unerfüllt geblieben.

Die Kärntnerin belegte im A-Finale des schweren Frauen-Einers Platz fünf, 9,47 Sekunden fehlten ihr auf die Bronzemedaille der Chinesin Duan Jingli. Gold holte die Neuseeländerin Emma Twigg vor der australischen Titelverteidigerin Kim Crow.

Vorahnung bestätigt sich

Lobnig hatte schon bei der Anfahrt zur "Bosbaan" eine schlechte Vorahnung, denn das Wetter wurde schlecht und war damit nicht nach ihrem Geschmack.

Ihre dritte Medaille auf dieser Strecke nach Bronze 2006 bei der Junioren- und 2011 bei der U23-WM hatte sie da schon fast abgeschrieben.

"Ich wusste, dass es ganz schwer bis unmöglich wird. Ausgerechnet in dem Rennen, in dem es zählt, sind die Bedingungen so unfair."

Guter Start war zu wenig

Sie sei dann auch auf Bahn zwei bei Gegenwind chancenlos gewesen, meinte die Völkermarkterin danach.

Die EM-Zweite des Vorjahrs hatte heute EM-Rang vier sowie zwei dritte Plätze im Weltcup geholt. Zu Beginn des WM-Finales hatte sie ihr Heil noch in der Flucht gesucht und lag nach 500 m nur mit 31/100 Rückstand auf Platz drei.

Dann wurde sie aber schnell durchgereicht und fuhr in einem für sie einsamen Rennen auf Platz fünf.

Trost vom Trainer

"Zumindest den vierten Platz hätte ich gerne geholt, aber selbst gegen die Irin, die ich normal im Griff habe, hat die Bahn nicht mitgespielt."

Sanita Puspure kam gut acht Sekunden vor Lobnig ins Ziel. Trost gab es von Trainer Kurt Traer: "Bis auf das Finale ist es für Magdi super gelaufen.

Sie war stets im Medaillenbereich und hat bewiesen, dass sie körperlich und technisch mit den Besten der Welt mithalten kann."

Zuversicht für Rio 2016

Die verpasste Medaille möchte sich Lobnig in zwei Wochen bei der Uni-WM in Graveline/Frankreich holen. Bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro soll es nicht viel anders sein.

"Ich habe mich heuer trotz einer suboptimalen Vorbereitung in der Weltspitze etabliert und positioniert. Das stimmt mich für Rio sehr positiv."

Lobnig war im WM-Vorfeld durch eine Muskelverhärtung im Rücken beeinträchtigt gewesen.

ÖRV-Präsident zieht positive Bilanz

Österreichs LG-Vierer mit Alexander Chernikov, Florian Berg, Matthias Taborsky und Joschka Hellmeier wurde in der letzten Finalsession im B-Finale Fünfter bzw. Gesamt-Elfter.

Nach dem einen fünften, insgesamt drei elften und einem zwölften Rang zog ÖRV-Präsident Horst Nussbaumer positiv Bilanz. "Der neue Weg im Ruderverband trägt erste Früchte", erklärte der Verbandschef. Leider habe es nicht ganz zur Medaille gereicht.

"Aber in den olympischen Bootsklassen haben wir vier Boote unter den Top 12. Drei Boote haben den theoretischen Olympia-Quotenplatz erreicht", fügte Nussbaumer an.

Eine bessere ÖRV-Bilanz habe es zuletzt 1995 bei der Tampere-WM mit fünf B-Finali gegeben. Die bisher letzte ÖRV-Medaille in einer Olympia-Klasse war Gold im LG-Vierer 2001. 2013 holte Michaela Taupe-Traer im nicht-olympischen LG-Frauen-Einer Gold.

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