Vier Musketiere auf dem Vormarsch

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Matthias Taborsky und Alexander Chernikov zeigen bei den Ruder-Europameisterschaften in Belgrad mit einem neunten Rang auf. Die beiden geben damit eine Empfehlung ab.

Schließlich ist der nicht-olympische Zweier ohne für das Duo eigentlich „nur“ ein Nebenschauplatz. Kämpfen sie doch um einen Platz im olympischen Leichtgewichts-Vierer.

In Belgrad hatten Taborsky/Chernikov dort keinen Platz. Joschka Hellmeier, Markus Lemp, Florian Berg und Dominik Sigl ruderten diesen knapp am A-Finale vorbei. 6:08,34 und Rang drei reichten im Hoffnungslauf um gerade einmal zwei Sekunden nicht zum Aufstieg.

„Es war ein enger Fight“, schildert Hellmeier im Gespräch mit LAOLA1. Dass es so knapp nicht gereicht hat, wurmt das Quartett, unzufrieden war man mit dem achten Endrang aber nicht.

Nicht in Stein gemeißelt

„Wir fahren noch nicht so lange miteinander, sind so gesehen einer der jüngsten Vierer im Feld. Man erkennt halt, dass die Abstimmung noch nicht so da ist, wie beispielsweise bei den Polen, von denen  einige bereits seit etlichen Jahren miteinander fahren“, führt Hellmeier aus.

Das rot-weiß-rote Vierer-Projekt läuft hingegen erst seit dem Vorjahr. Obwohl die EM zufriedenstellend verlief, ist die Besetzung des Vierers nicht in Stein gemeißelt. „Für den nächsten Weltcup ist wieder alles offen“, bestätigt Berg.

Auch wenn es für das Finden der Abstimmung wohl von Vorteil wäre, sich bei der Besatzung festzusetzen, macht das mit Hinblick auf Rio 2016 keinen Sinn. „Du kannst nicht mit vier Mann in eine Olympia-Quali gehen“, verweist Sigl auf krankheits- oder verletzungsbedingte Ausfälle.

Gemeinsames „Kilometerfressen“

Um das gemeinsame Projekt zu realisieren, müssen die Sechs auch Opfer bringen. Schließlich benötigt es gemeinsames Training – und das nicht zu knapp.

„Wir sind in Wien zusammengezogen“, meint der Ottensheimer Dominik Sigl, der wie die anderen vier Tage pro Woche in der Bundeshauptstadt zubringt.

Keine einfache Prüfung für das Privatleben für die aus den Bundesländern stammenden Vierer-Kollegen. Sigl will sich davon aber nicht unterkriegen lassen. Heiratet er doch nächstes Wochenende seine Freundin.

Aus Belgrad berichtet Reinhold Pühringer

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