Drei ÖRV-Boote ziehen ins EM-Halbfinale ein

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Magdalena Lobnig sorgt zum Auftakt der Ruder-Europameisterschaften in Belgrad aus rot-weiß-roter Sicht für die stärkste Vorstellung.

Die 23-Jährige setzt sich in ihrem Vorlauf in 7:37,91 Minuten vor Vierer-Olympiasiegerin Nataliya Dovgodko (UKR/7:41,59) durch und qualifiziert sich damit als einziges ÖRV-Boot direkt für die Halbfinal-Läufe am Samstag.

Ebenfalls in der Vorschlussrunde stehen der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Bernhard und Paul Sieber sowie der Zweier ohne mit Matthias Taborsky und Alexander Chernikov, die über den Hoffnungslauf weiterkommen.

Windige Angelegenheit

Lobnig setzt sich in ihrem Heat von Beginn an in Führung und fährt ein kontrolliertes Rennen.

"Es ist besser gegangen, als ich erwartet hatte", so die 23-Jährige, die neben den Gegnerinnen auch mit dem Wind zu kämpfen hat. "Wegen des böigen Windes war es sehr unruhig zu fahren."

Die EM-Zweite des Vorjahres untermauert mit der Leistung ihre gute Form, die sie zuletzt bereits mit ihren Siegen bei der Regatta in Kärnten aufblitzen ließ.

Besser in Tritt gekommen

Die Siebers überqueren im Vorlauf die Ziellinie als Vierte. "Das war einer der stärksten Heats im ganzen Feld", spielt Paul auf die siegreichen Franzosen Delayre/Azou an. "Die werden wir im Halbfinale jedoch nicht mehr bekommen."

Im Hoffnungslauf genügt den Wienern ein zweiter Rang hinter dem tschechischen Zwillingen Vetesnik, um für das Semifinale zu buchen. Für Stirnrunzeln sorgt jedoch die Zeit, die mit 6:31,59 knapp zehn Sekunden langsamer ist als jene des zweiten Hoffnungslaufes.

"Eine Taktik gab es da für uns nicht mehr. Durchkommen lautete die Devise", ergänzt Bernhard. Obwohl die U23-Weltmeister nach schwerem Start in die Saison einen Aufwärtstrend bemerken, wissen sie, dass die Trauben bei der EM für sie sehr hoch hängen. Bernhard: "Das ist praktisch wie eine WM."

Während Taborsky/Chernikov ebenfalls eine Runde weiter sind, ist für die anderen ÖRV-Starter im Hoffnungslauf Endstation. Darunter der leichte Doppelzweier mit Stefanie Borzacchini und Anna Berger, dem als Vierten am Ende nur 1,49 Sekunden zum Aufstieg fehlen.

Von Hochwasser verschont

Neben diesen drei ÖRV-Booten haben am Samstag mit dem leichten Herren-Vierer sowie dem Doppelzweier mit Lisa Farthofer und Birgit Pühringer noch zwei weitere Crews die Chance, sich über die Repechage für das Halbfinale zu qualifizieren.

Von der Hochwasser-Katastrophe bleibt die EM verschont, obwohl die nahegelegene Save gefährlich viel Wasser führt und Ufer-Gebiete überschwemmt sind.

 

Aus Belgrad berichtet Reinhold Pühringer

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