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Amazone Kayser als Fünfte beste Österreicherin

Steve Guerdat gewann am Samstagabend beim Wiener Pferdefest in der Stadthalle das mit 30.000 Euro dotierte längste Hallen-Derby der Welt.

Der Schweizer setzte sich im Sattel von Sidney VIII im Stechen mit einem wilden Ritt in fehlerlosen 37,61 Sekunden vor dem Deutschen Christian Ahlmann (Caracas/0/39,86) und seinem Landsmann Martin Fuchs (Ideo du Thot/0/42,75). Guerdat durfte sich über einen Siegerscheck in Höhe von 8.000 Euro freuen.

Julia Kayser wird auf Uno-Cento knapp hinter ihrem niederländischen Lebensgefährten Marc Houtzager als Fünfte beste Österreicherin (0/48,08).

Rot-weiß-rote Sensation

Für die Sensation aus rot-weiß-roter Sicht sorgte Stefanie Bistan. Die mit 19 Jahren jüngste Starterin qualifizierte sich bei ihrem ersten großen Auftritt auf internationaler Ebene für das Stechen.

Nach fehlerfreiem Grunddurchgang blieb die Amazone auch in der Entscheidung der besten elf Reiter ohne Abwurf (56,25) und durfte sich über Rang sechs freuen.

Besonders bemerkenswert auch, weil sie ihre Stute Juvina erst seit zwei Wochen unter dem Sattel hat. Am Nachmittag wurde Bistan mit dem erstmals in der Stadthalle vergebenen Nachwuchspreis "Rookie of the Year" ausgezeichnet.

"Ich war zwar nicht so schnell, aber immerhin Sechste. Ich bin sehr glücklich“, freute sich Bistan über einen „sehr perfekten Tag".

Stefan Eder startete auf Concordija als erster ins Stechen, riskierte zu viel und belegte mit 10 Fehlerpunkten Rang elf.

Hugo Simon verzeichnete mit Caldato drei Abwürfe, nahm den 28. Platz aber locker: "Caldato ist alles, nur kein Derby-Pferd." Die Konzentration des 69-Jährigen gilt dem Großen Preis am Montagabend, den er bereits vier Mal gewinnen konnte. Dafür habe er sich "gut vorbereitet".

Heimsieg im Dressur-Bewerb

Im Barrieren-Springen am frühen Abend blieb der Deutsche Daniel Deusser auf Untouchable als einziger im dritten Stehen fehlerfrei. Österreicher Matthias Raisch und Gerfried Puck konnten sich nicht platzieren.

Im Grand Prix Special, der Drei-Sterne-Dressur-Prüfung nach Olympia-Norm, durfte sich der Österreicher Hannes Mayr im Sattel von Ellis über den Sieg freuen. Das Duo verwies mit 67,289 Prozentpunkten Joahn Zagers (BEL/66,778) auf Question de de Liberte und Ester Soldi (ITA/65,511) auf Harmonia auf die Plätze. Der Burgenländer Peter Gmoser verpasste mit Two to Tango (64,667) als Vierter das Podest.

Am Sonntag steht unter anderem das erstmals durchgeführte Championat von Wien auf dem Programm.

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