Die Reaktionen zum Olympia-"Nein"

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Gerald Klug (Sportminister): "Es war natürlich eine Chance für den Sport. Die Entscheidung der Bevölkerung ist aber zur Kenntnis zu nehmen. Auch ohne Olympische Spiele in Wien gilt es, die Jugend für die Spiele der Zukunft fit zu machen. Dazu benötigt es moderne Sportstätten, eine professionelle Struktur und gut ausgebildete Trainerinnen und Trainer.“

Karl Stoss und Peter Mennel (Präsident und Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Comitees/ÖOC):

"Es liegt in erster Linie an der Politik, dieses Ergebnis im Detail zu bewerten. Wir akzeptieren das Ergebnis der Abstimmung. Gleichzeitig würden wir es begrüßen, wenn die Stadt Wien in Sportinfrastruktur investiert, um den heimischen Top-Athleten optimale Trainingsbedingungen ermöglichen zu können und damit auch die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass in Wien weiterhin regelmäßig große internationale Sport-Events zur Austragung gelangen – wenn auch nicht von der Dimension Olympischer Sommerspiele.“

Ralph Vallon (Präsident Leichtathletik-Verband/ÖLV):

"Im kleineren Kreis habe ich schon gemerkt, dass hier, was die Kosten anlangt, bei den Menschen Befürchtungen da sind, die tendieren dann eben zu Nein. Wenn ein Großereignis in eine Stadt kommt, dann werden Investitionen getätigt, das ist natürlich immer ganz gut für Projekte aller Sportarten, auch für die Leichtathletik. Ich hätte es als gesamtwirtschaftlichen Impuls gesehen, nicht nur für den Sport und die Wirtschaft, letztendlich auch für die Menschen, die ja nicht nur interessante Events gehabt hätten, sondern auch neue Freizeitmöglichen und Breitensporteinrichtungen.

   Man hätte Wien nicht nur als Wirtschaftsstandort und Kulturstandort, sondern dann auch als Sportstandort verstärkt gehabt. Der Bau der Trainingsstätten und neuer Stadien geht mit Großereignissen natürlich leichter, das hat man schon bei der Fußball-EM gesehen. Gut ist, dass man über die Sportstättensituation in Wien aufmerksam machen konnte. Ich merke schon, dass durch die Gespräche hier ein bisschen bewusster wurde, dass man das eine oder andere verbessern könnte. Das Bewusstsein ist, glaube ich, schon aufgetreten. Das würde ich auf der Habenseite sehen."

Christian Meidlinger (Präsident Schwimm-Verband/OSV):

"Für den Sport finde ich es schade, dass es nicht gelungen ist, das so zu transportieren, dass das eine tolle Angelegenheit für Wien ist. Für den Schwimmsport hoffe ich, dass die geplanten Sportzentren in Wien und in Innsbruck trotzdem zur Umsetzung kommen. Darauf hat das Abstimmungsergebnis aber keine Auswirkung, wir brauchen die Schwimmhallen und Trainingsstätten jetzt und nicht erst 2028."

Martin Hausleitner (Generalsekretär Handball-Bund/ÖHB):

"Wir würden Lügen, wenn wir sagen, wir hätten es anders erwartet. Was uns positiv stimmt, ist, dass diese Befragung aufgezeigt hat, dass es im Bereich Infrastruktur der Sportstätten große Probleme gibt. Wir hoffen, dass das ein Startpunkt ist. Wir streben eine Bewerbung für eine EM an, aber das geht nur mit einer neuen Halle für 15.000 Zuschauer."

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