Olympia 2028: Jetzt sprechen die Funktionäre - Teil 2

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HANDBALL

(2 - Männer und Frauen) - ÖHB (Generalsekretär Martin Hausleitner):

   "Das wäre eine unglaubliche Chance von der Infrastruktur her, da besteht nämlich Handlungsbedarf. Wir brauchen eine Halle für 15.000 Zuschauer. Das wäre dringend notwendig, um langfristige Strategien aufbauen zu können. Nur eine Bewerbung würden dem Sport aber nicht helfen, ein Impuls wäre nur die tatsächliche Durchführung. Wenn es die nötige Infrastruktur schon vorher geben würde, wäre das strategisch natürlich super. Es wäre jedenfalls eine spannende Angelegenheit. Für den Handball in Österreich wäre das eine große Chance. Wir könnten wieder eine EM holen. Die Chancen darauf wären dann sehr gut, denn organisatorisch war die 2010 top."

HOCKEY

(2 - Männer und Frauen) - ÖHV (Präsident Walter Kapounek):

"Man müsste investieren, wir bräuchten ein Riesen-Hockeystadion. In London hatte es ein Fassungsvermögen von 15.000. Aber es ist auch ein zweites, kleineres Stadion notwendig - für das Training. Im aktuellen Hockey-Stadion im Wiener Prater wären mit Zusatztribünen vielleicht 4.000 bis 5.000 Zuschauer möglich. Ich könnte mir das dort schon vorstellen, aber man müsste es natürlich viel größer anlegen. Auch dort, wo jetzt daneben die Tennisplätze sind. Wichtig ist, dass so ein Stadion eine gute Nachnutzung braucht. Für den Sport und den Hockey-Sport wäre Olympia in Wien gut. Ich sehe die Auswirkungen einer Bewerbung ähnlich wie in der Diskussion über die täglichen Turnstunde. Das würde dem Sport Impulse geben. Machbar ist es. Wichtig ist der politische Wille und der Rückhalt in der Bevölkerung. Das wäre extrem positiv für den Sport."

JUDO

(14/je 7 Männer und Frauen) - ÖJV (Generalsekretär Paul Fiala):

"Es gibt in Wien generell keine geeigneten Hallen, wo ein Großteil der Bewerbe abgehalten werden könnte. Das einzige ist die Stadthalle. Vielleicht wäre auch das Messezentrum möglich. Aber die ExCEL-Halle in London war für Judo fast zu klein, und da gingen 10.000 Zuschauer hinein. Olympia in Österreich würde aber für Begeisterung sorgen, das wäre eine Riesenchance. Es würde vieles gebaut, was man ohne Spiele nicht bekommen würde. Mit Geld kann man zwar keine Erfolge kaufen, aber mit einem vernünftigen Programm kann man da schon helfen. Jedenfalls würde es mehr Möglichkeiten geben, als es jetzt gibt. Die Briten hatten für Judo vor den Spielen in London eine Million Euro zusätzlich zur Verfügung, und das nur für Leistungssport."

KANU

(16/12 Flachwasser, 4 Wildwasser) - ÖKV (Präsident Walter Aumayr):

"Für die Kanubewerbe gibt es infrastrukturell kein Problem. Die Wildwasser-Anlage an der Neuen Donau ist im Bau und wird heuer fertig sein. Sie entspricht internationalem Standard, nächstes Jahr werden wir dort die EM haben. Mit dem dortigen Ruderzentrum wird das ein Wassersportzentrum, in dem auch die Kanu-Flachwasserbewerbe stattfinden würden. Es wäre ein Traum, wenn wir Olympia in Wien hätten. Es ist ein Traum."

LEICHTATHLETIK

(47/Männer 24, Frauen 23) - ÖLV (Präsident Ralph Vallon):

"Infrastrukturell ist es in Wien eine schwierige Situation. Wir brauchen schon für den Winter Hallen zum Trainieren. Da reicht das Dusika-Stadion alleine nicht. Olympische Leichtathletik in Wien könnte ich mir aber schon gut vorstellen, denn in Europa ist die Leichtathletik am stärksten. Da müsste man in größeren Dimensionen denken. Ein neues Stadion wäre eine größere Dimension. Das Happel-Stadion ist ein wichtiges Stadion, das mit weiteren Adaptionen verwendbar sein würde. Man braucht zum Beispiel eine neue Bahn. Man würde aber sicher noch ein weiteres Stadion brauchen. Es gibt für Trainings auch im Umkreis Möglichkeiten wie den Cricketplatz. Eine Bewerbung an sich würde ich als sehr gut sehen. Sie sollte eine positive Entwicklung bringen, wie man in London gesehen hat."

MODERNER FÜNFKAMPF

(2 - Herren und Damen) - ÖFMF (Präsident Alexander Peirits):

"Ideal für den Modernen Fünfkampf ist die Militärakademie Wiener Neustadt. Wir haben hier schon länger keine großen internationalen Wettkämpfe gehabt, da Wiener Neustadt dafür zu wenig Hotelbetten bietet. Aber bei Olympia würde das anders aussehen. Man könnte Fechten und Schwimmen in Wien austragen und das Reiten und den Combined Bewerb in Wiener Neustadt."

PFERDESPORT

(6 - je 2 Springreiten, Dressur, Vielseitigkeit) - OEPS (Präsidentin Elisabeth Max-Theurer):

"Infrastrukturell wäre mit der Anlage im Magna Racino in Ebreichsdorf alles da. Mit einer WM hat es zwar nicht geklappt, da schon die Bewerbung mit 500.000 Euro zu teuer war. Das ist unser Jahresbudget. Aber ich sehe einen Zuschlag für Wien als nicht realistisch. Die Vergabe ist sehr stark von verschiedenen Regionen geprägt und auch oft politisch bestimmt."

RINGEN

(derzeit starker Wackelkandidat; 18/14 Männer, 4 Frauen) - ÖRSV (Anton Marchl, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Leistungstrainer):

"Wir Ringer haben schon in London mit Judo eine Halle geteilt, das könnte ich mir auch für Wien vorstellen. Wir brauchen nur drei Matten und Platz für 7.000 bis 10.000 Zuschauer. Die Judo-EM 2010 war im Dusika-Stadion, dort sollte auch Olympia möglich sein. Das ist das wenigste Problem."

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