Ändert ÖOC Regelung nach dem CAS-Urteil?

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Das ÖOC wird sich demnächst damit befassen, ob seine Regelung, österreichische Sportler und Betreuer nach Dopingsperren nicht mehr für Olympia zu akkreditieren, beibehalten werden kann.

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat am Donnerstag die 2007 beschlossene IOC-Regel aufgehoben, die Athleten nach einer Sperre von mehr als sechs Monaten das Antreten an den folgenden Spielen verboten hatte.

Man könne erst nach einer eingehenden Prüfung entscheiden, ob deshalb Anpassungen der eigenen Beschlüsse nötig sind, betonte Peter Mennel, Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC).

Gegen die Erben von Turin

Das ÖOC verwehrt ehemaligen Dopingsündern als Folge der Vorfälle 2006 bei den Winterspielen in Turin seit Mitte 2007 die Olympia-Akkreditierung.

"Dieser Beschluss ist nach wie vor aufrecht. Wir werden das Urteil des CAS aber genau studieren und juristisch prüfen, ob es Anpassungen geben muss", betonte Mennel auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur.

Auf eine Aussage, ob er für die Beibehaltung der Regelung sei, ließ er sich nicht ein. Der ÖOC-Vorstand werde sich nach der erfolgten Überprüfung voraussichtlich im Dezember mit der Causa beschäftigen

Briten behalten Regelung bei

Das Olympische Komitee Großbritanniens (BOA) legte sich indes bereits fest und wird seinen lebenslangen Olympia-Ausschluss für Dopingsünder beibehalten.

Es vertritt nämlich die Ansicht, dass es sich dabei um eine Teilnahmeberechtigungsregel und nicht eine Disziplinarsanktion handle.

Der CAS hatte die Regel des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) aufgehoben, weil der Ausschluss als Sanktion dem Code der Welt-Anti-Doping Agentur (WADA) widerspricht, der die Ausdehnung von abgesessenen Sperren verbietet.

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