Häupl will dennoch in Sport investieren

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Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) hat am Dienstag bei der Präsentation der vorläufigen Ergebnisse der Volksbefragung kein Hehl aus seiner Enttäuschung über die Olympia-Absage gemacht.

"Schade, aber ist so", kommentierte er das deutliche Nein der Bürger.

Er glaube nach wie vor, dass eine Bewerbung eine Chance für die Entwicklung der Stadt bedeutet hätte, "aber die Wiener haben eine andere Meinung". Dies sei zur Kenntnis zu nehmen.

"Für mich ist die Frage Olympia-Bewerbung Wiens, somit meine ich wohl die Sommer-Olympiade und die Winter-Olympiade erledigt", unterstrich er dabei. Enttäuscht über das "Nein" sei er "gar nicht", aber: "Ich finde es persönlich schade."

Neues Leichtathletik-Zentrum

Das Stadtoberhaupt kündigte allerdings an, die städtische Infrastruktur für den Breitensport ausbauen zu wollen.

Er werde demnächst den zuständigen Stadtrat Christian Oxonitsch (S) beauftragen, gemeinsam mit den Fachverbänden eine Bedarfserhebung durchführen zu lassen.

Zudem ließ Häupl aufhorchen, dass neben den bereits bekannten Plänen für ein neues Schwimmsportzentrum die Bundeshauptstadt auch um ein Leichtathletikzentrum bereichert werden soll.

Konkrete Details dazu gab er noch keine bekannt: "Ich bitte um Dispens, lassen's uns ein bisserl Zeit", meinte er in der Pressekonferenz auf eine diesbezügliche Frage. Die entsprechenden Entscheidungen sollen noch heuer gefällt werden, kündigte er aber an.

Keine "Wischi-Washi-Frage"

Nach jetzigem Stand haben sich 72 Prozent der Befragungsteilnehmer gegen eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen.

Man werde deshalb das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) darüber in Kenntnis setzen, dass sich Wien außerstande sehe, eine allfällige Bewerbung zu unterstützen. Denn formell hätte sich das ÖOC und nicht die Stadt selbst um die Spiele bemühen müssen.

In Anspielung, dass er selbst eine Bewerbung begrüßt hätte, betonte Häupl, dass es - wie bei den übrigen drei Fragen - auch bei Olympia nicht um Sieger oder Verlierer gehe, sondern um die Meinung des Volkes. Das Ergebnis zeige jedenfalls, dass die Bewerbungsfrage alles andere als eine "Wischi-Waschi-Frage" gewesen sei.

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