Schwimmer brechen Gold-Fluch

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Gold-Doppelschlag der Schwimmer in Baku

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Die Schwimmer haben Österreichs gold-loser Zeit bei den Europaspielen in Baku am Donnerstag eindrucksvoll ein Ende gesetzt.

Innerhalb von nicht einmal 15 Minuten gewannen Sebastian Steffan und Caroline Pilhatsch die Endläufe über 200 m Lagen bzw. 50 m Rücken und kürten sich damit zudem zu Junioren-Europameistern.

Die ÖOC-Bilanz steht damit bei elf Medaillen - zwei Gold, sechs Silber, drei Bronze.

5/100 fehlen auf Jukic

Steffan war in Vorlauf und Semifinale jeweils der Schnellste gewesen, und da schloss er im Endlauf an.

Nach der Delfin- und Rückenlage Vierter, übernahm er nach den 50 m Brust die Spitze und gab diese im Kraulstil nicht mehr ab.

In 2:01,34 Minuten fixierte er persönliche Bestzeit und kam dem bald acht Jahre alten österreichischen Junioren-Rekord von Dinko Jukic auf 5/100 Sekunden nahe.

Bei Pilhatsch war es enger

Jukic hatte seine Zeit 2007 in Antwerpen auch auf dem Weg zu Junioren-EM-Gold fixiert, nur 45 Minuten nachdem er sich Gold über 200 m Delfin geschnappt hatte.

Es war der erste große Triumph des gebürtigen Kroaten, 2012 gipfelte dessen Weg vorerst bei Olympia 2012 in Rang vier über 200 m Delfin. Steffan hat noch bis Jahresende Zeit, den Jukic-Rekord zu knacken. Danach geht es auch für ihn in die allgemeine Klasse.

Während der 18-Jährige die beiden Briten Jarvis Parkinson und Martyn Walton um 55/100 bzw. 85/100 auf die Plätze verwiesen hatte, ging es bei Pilhatsch wie meist im Sprint enger zu.

Die Steirerin siegte ein Zehntel vor der Französin Pauline Mahieu und 17/100 vor der Tschechin Mariia Kameneva. Die Grazerin hatte das Rennen von der Spitze aus kontrolliert und schlug letztlich in 28,60 Sekunden an.

Acht Zehntel fehlen auf Kasan-Qualifikation

Damit verbesserte sie ihre knapp eineinhalb Stunden davor im Semifinale fixierte Marke um 3/100, als sie Fabienne Nadarajah deren knapp sechs Jahre alten österreichischen Rekord um 9/100 entriss.

Pilhatsch wie Steffan hatten schon mit ihren Vorlaufzeiten als erste OSV-Aktive das Ticket für die Langbahn-EM Mitte Mai 2016 in London gelöst.

Pilhatsch hatte auch schon vor längerem die Norm für die Langbahn-WM Anfang August in Kasan erbracht, nun schwamm sie nach dem OSV-Limit aber auch exakt die Vorgabe des Weltverbands (FINA).

Steffan fehlten mit seiner Gold-Zeit exakt acht Zehntel auf die Kasan-Qualifikation. Der Schützling von Trainer Marco Wolf hat aber gute Chancen, über eine Staffelnominierung den Sprung in das WM-Aufgebot zu schaffen.

14-jährige Hechenbichler zeigt auf

Die erst 14-jährige Caroline Hechenbichler zeigte über 100 m Delfin auf, nach dem Erreichen des Semifinales verpasste sie den Endlauf in 1:01,93 Minuten als Neuntplatzierte nur um 33/100.

Alle übrigen österreichischen Vertreter schieden in den Vorläufen aus, darunter auch die Staffeln mit Steffan über 4 x 200 m Kraul der Burschen sowie über 100 m Lagen der Mädchen mit Pilhatsch.

In weiteren Donnerstag-Entscheidungen schied Luka Wraber im Badminton-Achtelfinale gegen den Tschechen Petr Koukal mit 0:2 (-12,-16) aus.

Florettist Rene Pranz war mit fünf Siegen in fünf Pool-Gefechten souverän ins Achtelfinale eingezogen, da unterlag er dem Russen Dimitrij Scherebtschenko aber 8:15.

Damit belegte der 29-Jährige Endrang zehn. In der Medaillenwertung nimmt Österreich den 17. Platz ein.

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