Bernadette Graf holt zwölfte ÖOC-Medaille in Baku

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Bernadette Graf hat am Freitag die zwölfte österreichische Medaille bei den 1. Europaspielen in Baku gewonnen.

Die seit Donnerstag 23-Jährige setzte sich in der Judo-Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm im Kampf um Bronze in einem Krimi gegen die Ungarin Szabina Gercsak durch.

Österreich hält nun bei zwei Gold-, sechs Silber- und vier Bronze-Medaillen.

EM-Bronze-Serie geht weiter

Da die Judo-Bewerbe bei den Europaspielen zugleich die EM sind, setzte Graf dort ihre Bronze-Serie fort. Platz drei hatte sie auch schon 2013 in Budapest und 2014 in Montpellier belegt.

Graf wurde Dritte, da ihre Gegnerin am Ende mit 2:1 mehr Shido-Bestrafungen auf dem Konto hatte. "Wir sind kein hohes Risiko gegangen, Berni hat es über die Kraft gemacht. Der Kampf war nicht spektakulär, aber am Ende zählt das Ergebnis", resümierte ÖJV-Damentrainer Marko Spittka.

Graf war klarerweise hocherfreut. "Es war ein verdammt enger Kampf, aber ich hatte das Gefühl, sie immer unter Kontrolle zu haben. Die dritte EM-Medaille in Folge, darauf kann ich schon stolz sein", sagte die Weltranglistenfünfte aus Innsbruck.

Angstgegnerin Koch

Nach einem Freilos zum Auftakt hatte die Tirolerin gegen die Ungarin Anett Breitenbach und die Polin Katarzyna Klys die Oberhand behalten, aber im Halbfinale gegen die Deutsche Laura Vargas Koch den Kürzeren gezogen.

Koch bleibt damit eine absolute Angstgegnerin von Graf, alle bisherigen sechs direkten Duelle gingen auf das Konto der Deutschen.

Kathrin Unterwurzacher setzte sich in der Kategorie bis 63 kg nach einem Freilos gegen die Slowenin Nina Milosevic durch und musste sich um den Poolsieg der Deutschen Martyna Trajdos geschlagen geben.

Unterwurzacher wird Siebente

In der Hoffnungsrunde kam gegen die Portugiesin Ana Cachola das Aus, womit Unterwurzacher Siebente wurde.

"Mir ist es schon die ganze Woche nicht gut gegangen. Im ersten Kampf war ich schon nach kurzem komplett blau", erzählt die 23-Jährige Unterwurzacher, die aufgrund ihrer körperlichen Probleme sogar daran gedacht hatte, auf die Hoffnungsrunde zu verzichten.

Mit dem Auftaktkampf Endstation war für Hilde Drexler (bis 63 kg) nach einer Niederlage gegen die Britin Gemma Howell und für Marcel Ott (bis 81 kg), der nach einem Freilos dem russischen Silbermedaillengewinner Iwan Nifontow unterlag.

Enttäuschung bei Drexler und Ott

Drexler verlor mit nur einer einzigen Shido-Bestrafung nach rund 20 Sekunden und ärgerte sich. "Ich finde die Niederlage unverdient. Ich habe die ganze Zeit über angegriffen und ich kann mich nicht an einen einzigen Angriff von ihr erinnern."

Sie könne sich nichts vorwerfen, habe die Gegnerin mit drei Techniken zu Boden gebracht. Ott war enttäuscht, hatte es doch zuletzt im Trainingslager in Minsk super funktioniert.

Kein Finaleinzug im Schwimmen

Am vorletzten Wettkampftag der Schwimmer gab es keinen österreichischen Finaleinzug.

Die Steirerin Caroline Pilhatsch, am Vortag Goldmedaillengewinnerin und damit Junioren-Europameisterin über 50 m Rücken, wurde im Semifinale über 100 m Rücken in 1:03,83 Minuten Neunte, den Endlauf verpasste die 16-Jährige um 21/100 Sekunden.

Neunter wurde auch Lukas Ambros über 800 m Kraul, er schlug nach 8:13,11 Minuten an. Platz zehn belegte Sebastian Steffan, der "Goldene" über 200 m Lagen, und zwar in 1:51,79 im Vorlauf über 200 m Kraul.

Steffan verzichtet auf Semifinale

Zum Semifinale trat der 18-Jährige nicht mehr an, er hat am Samstag die kräfteraubenden 400 m Lagen vor sich.

Für Christopher Rothbauer wurde es im Semifinale über 100 m Brust in 1:03,42 Platz zwölf, für Filip Milcevic über 100 m Delfin in 54,76 Rang 14. Alle anderen rot-weiß-roten Aktiven schieden in den Vorläufen aus.

Am Samstag sind außer den Schwimmern nur die Judokas Christoph Kornberger (-100 kg) und Daniel Allerstorfer (+100) im Einsatz, am Sonntag erfolgt kein ÖOC-Einsatz.

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