Entscheidung in der Causa Jungwirth steht bevor

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Am kommenden Freitag entscheidet sich, ob der ehemalige Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Heinz Jungwirth, für lange Zeit ins Gefängnis muss.

Jungwirth war im vergangenen Juli vom Wiener Straflandesgericht wegen Untreue mit einer Schadenssumme von 3,3 Mio. Euro zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Schuldspruch ist mittlerweile vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden, nun muss sich das Wiener Oberlandesgericht (OLG) mit der Berufung Jungwirths gegen die Strafhöhe auseinandersetzen.

Leben in Saus und Braus

Der einst wohl mächtigste Sportfunktionär des Landes hat laut rechtskräftigen Feststellungen der Gerichte von 2003 bis 2009 in zahlreichen Angriffen seine Zeichnungsberechtigung auf ÖOC-Konten wiederholt missbraucht und Gelder abgezweigt.

Nicht zuletzt damit soll Jungwirth sein kostspieliges Privatleben finanziert haben.

Er gönnte sich etwa einen noblen Fuhrpark, zehn Pferde, eine Reithalle im Ausmaß von 70 Mal 20 Meter. Seinem Sohn spendierte er einen sündteuren Reitlehrer.

Auch Straferhöhung möglich

Jungwirth hat die wider ihn erhobenen Vorwürfe stets abgestritten. Ob es bei der über ihn verhängten Freiheitsstrafe bleibt, muss nun ein Drei-Richter-Senat des OLG klären.

Die Strafe könnte sich für den 61-Jährigen nicht nur reduzieren, sondern theoretisch auf bis zu zehn Jahre erhöhen, da die Staatsanwaltschaft ebenfalls Berufung eingelegt hatte.

Ihr waren aus generalpräventiven Gründen die fünf Jahre zu wenig.

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