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Die Quali steht über dem Rekord

Günther Weidlinger und Andrea Mayr wollen am Saisonende für die sportlichen Highlights ihres Jahres sorgen und am Sonntag in Frankfurt (ab 10.00 Uhr) die Olympia-Limits im Marathon laufen. Rekorde stehen dabei nicht im Vordergrund.

Weidlinger hat in Frankfurt vor zwei Jahren in 2:10:47 Stunden die aktuelle ÖLV-Bestmarke gesetzt, Mayr gelang dies 2009 bei ihrem Debüt über die 42,195 km in Wien in 2:30:43.

Frankfurt wird erst ihr dritter Lauf über 42,195 Kilometer sein.

Einstimmung in Newcastle

Der 33-jährige Weidlinger absolvierte am 18. September den "Great North Run" in Newcastle und wurde in dem Halbmarathon in 1:03:56 Stunden Zwölfter.

Es war der letzte große Test für Frankfurt, eine Woche später gewann er in Völkermarkt noch die Staatsmeisterschaften im 10-km-Straßenlauf in 29:52 Minuten.

Mayr hatte bei den Frauen in 33:59 gesiegt und war am 9. Oktober im Halbmarathon in Graz in 1:12:44 bis auf eine halbe Minute an ihren österreichischen Rekord von 1:12:14 herangekommen.

Nach misslungenen Versuchen im Mai in Düsseldorf (Aufgabe bei Kilometer 25 wegen Kreislaufzusammenbruch) und eine Woche später in Salzburg (2:17:59 Stunden) soll es im dritten Anlauf für Weidlinger, der ein zweiwöchiges Trainingslager in St. Moritz hinter sich hat, klappen. 2:14 Stunden muss er unterbieten.

Nicht zu viel riskieren

"Mein Training ist perfekt gelaufen. Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl ins Rennen. Ich werde meine Leistungsfähigkeit wohl nicht voll ausschöpfen und nicht so schnell anlaufen, wie ich könnte. Das kann ich mir jetzt nicht erlauben. Mein Ziel ist ganz klar das Olympialimit", sagte Weidlinger, der eine Halbmarathonzeit von 66 Minuten anpeilt.

Zwölf Läufer weisen eine Top-Marathonzeit unter 2:09 Stunden auf, angeführt wird das Feld vom Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Wilson Kipsang (2:04:57) vor dessen kenianischem Landsmann und 2008-Sieger Robert Kiprono Cheruiyot (2:05:52).

Nur die Quali zählt

Für Mayr gilt es, eine schnellere Zeit als 2:35:00 hinzulegen, auch sie hat dieses Mal ausschließlich das Erreichen der Sommerspiele 2012 im Kopf:

"Ich will das Rennen ohne Risiko angehen, um das Olympialimit nicht zu gefährden. Einen Rekord oder eine Zeit unter 2:30 peile ich nicht an. Die Gefahr wäre zu groß, dass es mich 'zerreißt'. Den Marathonrekord habe ich ja schon, ein Olympialimit aber bisher noch nicht", meinte die 32-Jährige.

Zwei weitere ÖLV-Athleten am Start

Die beste Zeit unter den Frauen in Frankfurt hat die Äthiopierin Merima Mohammed (2:23:06), die Deutsche Sabrina Mockenhaupt (2:26:21) will unter 2:25 laufen und sich damit für London 2012 qualifizieren.

Für Österreich starten im Männer-Feld auch Christian Pflügl und Roman Weger.

"Von mir erwartet sich keiner was, ich kann ohne Druck laufen. Ich bin nicht überheblich, aber positiv eingestellt, und werde alles geben", sagte Pflügl. Weger wäre mit einer Zeit unter 2:20 zufrieden.

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