Neuer Streckenrekord in Wien

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Sugut mit Streckenrekord zum zweiten Wien-Sieg

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Henry Sugut hat seine Rückkehr nach Österreich mit seinem zweiten Sieg im Wien-Marathon nach 2010 gekrönt und für einen neuen Streckenrekord gesorgt.

In 2:06:58 Stunden blieb der 26-Jährige Kenianer am Sonntag als erster unter der 2:07-Stunden-Marke. Er verbesserte die seit 2008 von seinem Landsmann Abel Kirui gehaltene Bestleistung um exakt 40 Sekunden.

Bei den Frauen setzte sich Vorjahressiegerin Fate Tola aus Äthiopien in 2:26:39 durch. In allen Bewerben des VCM waren 36.157 Läuferinnen und Läufer am Start, das ist ebenfalls eine neue Bestmarke.

Kenianer dominieren

Der zweitplatzierte Gilbert Yegon in 2:07:38 und der drittplatzierte Vorjahressieger John Kiprotich in 2:07:44 sorgten für den mit Abstand schnellsten Wien-Marathon aller Zeiten, es gab gleich einen kenianischen Siebenfachsieg.

1991 und 1992 hatte der Tscheche Karel David zweimal en suite den Wien-Marathon gewonnen, danach gab es jedes Jahr ein  neues Siegergesicht zu bejubeln.

Sugut hatte bei seinem ersten Triumph in der Bundeshauptstadt 2:08:40 benötigt und freute sich über die Steigerung. Er kassierte wie die Frauensiegerin 15.000 Euro Preisgeld.

Auf Streckenrekord eingestellt

Mit vier ehemaligen Gewinnern war das Männerfeld in Wien gespickt, die Elite war auf einen neuen Streckenrekord eingestellt und lief lange in der Gruppe.

Auf dem 38. Kilometer setzte sich Sugut von seinen Mitstreitern ab und stürmte bei windigen und kühlen Bedingungen solo in Richtung Heldenplatz.

"Hart für das Rennen Rennen"

"Ich habe sehr hart für dieses Rennen trainiert, ich habe mich an den Sieg von vor zwei Jahren erinnert und wollte eine schnelle Zeit", erklärte Sugut, der neue persönliche Bestleistung aufstellte.

"Ich bin froh, dass es so gut ausgegangen ist", sagte Sugut. "Diese Zeit ist für mich sehr wichtig. Ich mag Wien und die Zuschauer entlang der Strecke."

Er lief ein beeindruckendes Negativsplitting, benötigte für die erste Hälfte 1:04:19 und die zweite 1:02:39 Stunden.

Sugut machte vergangenen September in Berlin auch als Pacemaker beim Weltrekord von Patrick Makau (2:03:38) auf sich aufmerksam. Er habe viel aus diesem Rennen gelernt, erklärte er.

Mit Schmerzen bester Österreicher

Zum vierten Mal bester Österreicher wurde Roman Weger, der sich trotz Oberschenkelverletzung in 2:24:53 Stunden als 24. ins Ziel kämpfte.

"Die Schmerzen waren eklatant. Ich bin froh, dass es vorbei ist. Das Minimalziel war, ins Ziel zu kommen, das habe ich erreicht. Und auch wenn ich unter meinem Wert geschlagen worden bin, bin ich zufrieden", sagte der 37-jährige Kärntner.

Tola wiederholt Vorjahressieg

Tola verfehlte ihre 2:26:21 aus dem Vorjahr und damit ihre persönliche Bestleistung knapp, sie verwies in 2:26:39 Olga Glok aus Russland (2:27:18) und Helalia Johannes aus Namibia (2:27:20) auf die weiteren Plätze.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", erklärte die in Deutschland lebende Athletin, die über weite Teile des Rennens alleine gelaufen war.

Eberhart wieder beste Österreicherin

Als Neunte beste rot-weiß-rote Läuferin wurde Tanja Eberhart in 2:43:59. Für die 22-jährige vom ULC Hirtenberg war es die beste Zeit ihrer Karriere (zuvor 2:44:11).

"Es war ein schwieriges Rennen. Ich hatte sehr mit dem Wind zu kämpfen und bin lange alleine gelaufen. Aber ich habe meine persönliche Bestzeit unterboten, damit kann ich nur zufrieden sein", sagte Eberhart.

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