Beate Schrott muss ihre WM-Teilnahme absagen

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Beate Schrotts WM-Traum ist geplatzt.

Die Niederösterreicherin, die unbedingt an den Leichtathletik-Titelkämpfen in Moskau (10. bis 18. August) teilnehmen wollte, muss ihren Start jedoch kurzfristig absagen.

"Diese Hoffnung ist dahin"

"Ein Start bei der WM in Moskau macht nur Sinn, wenn ich vorher noch einige Meetings absolvieren hätte können", so Schrott. "Diese Hoffnung ist endgültig dahin."

Ein Check bei ihrem Physiotherapeuten Freddy Siemes brachte die traurige Gewissheit - die WM kommt zu früh.

Hürde doch nicht genommen

Dabei hatte sie sich von ihrer Verletzung (Ablösung einer Muskelfaszie im Oberschenkel, dadurch bildete sich ein Hämatom, Anm.) gut erholt.

Erst vergangene Woche gab sich das ÖLV-Aushängeschild optimistisch. "Ich bin Hürdensprinterin, da werde ich diese Hürde doch wohl auch nehmen", hatte sie gehofft.

"Ein Start wäre unverantwortlich"

"Ich bin soweit wieder von meiner Oberschenkelverletzung hergestellt und schmerzfrei", betont Schrott am Montag.

Das reiche jedoch nicht, um die Reise nach Russland anzutreten. "Das genügt nicht, um konkurrenzfähig zu sein. Ein Start wäre unverantwortlich."

Kein weiterer Zeitdruck

Nachdem ob der Absage für das Saison-Highlight endlich Gewissheit herrscht, besteht kein weiterer Zeitdruck für die Olympia-Finalistin über 100 Meter Hürden.

"Wir werden mit der gebotenen Geduld auf ein Comeback hinarbeiten", stellt Trainer Philipp Unfried klar. "Alles andere wäre zu riskant."

Schrott soll in der Hallensaison wieder angreifen, dort werde man sie "in alter Stärke" bewundern können. "Das traue ich mir zu versprechen."

Nur zwei Mann in Moskau dabei

Die 25-Jährige ist allerdings beleibe nicht die einzige ÖLV-Athletin, die in Moskau fehlt. Mit Andreas Vojta (1.500 Meter) und Gerhard Mayer (Diskus) vertreten nur zwei Herren den heimischen Leichtathletik-Verband bei den Titelkämpfen in der russischen Hauptstadt.

Ivona Dadic verzichtet auf Wunsch von Trainer Toni Minichiello. "Nach dem erfreulichen Ergebnis bei der U23-EM (Rang fünf, Anm.) wäre die Zeit zu kurz gewesen", um noch gezielt zu trainieren", heißt es in einer Pressemitteilung.

Günther Weidlinger (Frankfurt-Marathon) und Andrea Mayr (Berglauf) konzentrieren sich indes auf andere Ziele.

Prominente Liste

Mit ihrer Absage befinden sich Schrott und Co. in guter Gesellschaft. Auf der Liste der großen Fehlenden befinden sich u.a. auch 800-Meter-Weltrekordler David Rudisha, 100-Meter-Weltmeister Yohan Blake und 800-Meter-Läuferin Caster Semenya.

Des Weiteren sind die des Dopings überführten Sprint-Asse Tyson Gay, Asafa Powell und Veronica Campbell-Brown zum Zuschauen verdammt.

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