"Nehme auch diese Hürde!"

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Trotz Startverzicht: WM bleibt das große Ziel!

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Wichtige Entscheidungen trifft Beate Schrott gerne im Team.

Nach dem Training am Mittwoch setzte sich die Hürdensprinterin mit Trainer Philipp Unfried und Physiotherapeut Freddy Siemes zusammen.

Man diskutierte über die Sinnhaftigkeit eines Starts bei den ÖLV-Staatsmeisterschaften am Wochenende in Feldkirch-Gisingen.

Risiko zu groß

Am Ende siegte die Vernunft über das Herz.

„Ich wäre wirklich gerne gelaufen, aber das Risiko, dass meine Oberschenkelverletzung am Schwungbein wieder akut wird, wäre noch zu groß“, erteilte die 25-Jährige den Organisatoren schweren Herzens eine Absage.

„Eine Verletzung während der Saison ist immer blöd, aber ein Start wäre einfach noch zu früh gewesen.“

Noch drei Wochen Zeit

Dabei sah es in den letzten Tagen schon wieder richtig gut aus.

Schrott hatte bereits wieder die Spikes an und war auf der Laufbahn, auch Starts waren schon wieder möglich.

„Ich muss weiter positiv denken, weil mein großes Ziel ist die Weltmeisterschaft.“

Bis zu ihrem ersten Einsatz über 100 m Hürden im Moskauer Luschniki-Stadion sind es noch knapp drei Wochen.

„Zeit genug“, hofft Schrott, die weiter positiv denkt und also auch an den Finaleinzug glaubt.

Starker Saisonbeginn

„Zum Glück bin ich keine, die gleich ungeduldig wird. Ich lasse mich auch nicht drängen, sonst besteht die Gefahr, dass die Verletzung schlimmer wird und längerfristig Probleme macht“, so die Olympia-Finalistin von London 2012, die so vielversprechend in die Saison gestartet ist.

Beim Diamond-League-Meeting in Oslo knackte Schrott erstmals in dieser Saison die 13-Sekunden-Marke – ihre 12,97 Sekunden waren zudem das WM-Ticket.

Zwei Tage später verpasste sie in Salzburg mit 12,87 Sekunden ihren ÖLV-Rekord nur um fünf Hundertstel, ehe sie sich bei der Team-EM in Kaunas beim Aufwärmen verletzte.

Eine zusätzliche Hürde

„Die Saison hat sensationell begonnen, das muss ich für die nächsten Tage und Wochen mitnehmen“, hat Schrott aufgrund der Weiterentwicklung keine Angst in eine mentale Negativspirale zu kommen.

„Okay, jetzt ist einmal etwas schiefgegangen, dafür versuche ich jetzt eben andere Dinge zu optimieren, zum Beispiel die physiotherapeutische Betreuung.“

Nachsatz: „Ich bin Hürdensprinterin, da werde ich diese Hürde doch wohl auch nehmen.“


Stephan Schwabl

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