"Das war in London so schön"

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"Langsam kommt Alltag in mein Leben rein"

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Es ist das letzte Rennen um 21.25 Uhr und wird der Höhepunkt aus österreichischer Sicht:

Leichtathletin Beate Schrott gibt Montagabend über 100 m Hürden ihr Debüt auf der Linzer Gugl, bei den "Games" will die Olympia-Achte wie bei den Sommerspielen in London mit guter Leistung überzeugen.

Dieses Mal steht das Publikum voll hinter ihr.

"Das war in London so schön, wie die Zuschauer die britischen Athleten angefeuert haben. Eine gute Stimmung in Linz wird sicher für alle ein schönes Erlebnis", sagte die 24-Jährige.

Alltag kehrt ein

Schrott ist nach wie vor in Hochform und legte auch am Freitag mit dem sechsten Platz beim Diamond League Meeting in Stockholm in 12,93 Sekunden eine Zeit unter 13 auf die Bahn.

Es war ihre beste Platzierung in der Eliteliga.

"Ich war total zufrieden und total glücklich. Ich war noch ein wenig müde und die Spannung war nicht hundertprozentig da, deshalb bin ich mit der Zeit noch mehr zufrieden. Und nun kommt langsam und sicher ein Alltag in mein Leben rein, daheim kann ich mich auch ein bisschen besser erholen."

"Freue mich total"

Die Freude auf Linz ist jedenfalls enorm.

"Ich habe mir das Meeting früher immer angeschaut. Dass ich nun selbst mitlaufen kann, freut mich total", sagte sie im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Das Gugl-Meeting war 2007 zum letzten Mal ausgetragen worden. Athletenmanager Robert Wagner kämpfte als Meeting-Direktor für die Wiederbelebung des Klassikers, der unter neuem Namen an erfolgreiche Zeiten anschließen soll.

Heuer hat die Veranstaltung den Status eines EAA Classic Me.

Hochkarätiges Starterfeld

Mit Kirani James aus Grenada (400 m) und Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik (400 m Hürden) sind zwei London-Olympiasieger am Start.

Ebenso wie Prothesenläufer Oscar Pistorius aus Südafrika.

Zum Showdown allerdings wird die aktuell beste österreichische Athletin präsentiert: "Es soll tagsüber 38 Grad haben, da freut mich die späte Beginnzeit natürlich", meinte Schrott, die u.a gegen Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Kellie Wells aus den USA antritt.

Rührender Empfang in Weinburg

"Ich hoffe, dass heuer noch ein paar gescheite Zeiten drinnen sind", sagte die St. Pöltenerin, der nach der London-Heimkehr im Sportwissenschaftlichen Zentrum Weinburg ein Empfang bereitet wurde.

"Das war total schön, ich war zu Tränen gerührt. Es waren so viele Leute da und die Familie und die Freunde. Sie haben mir gezeigt, dass sie sich von Herzen für mich freuen. Das zählt für mich mehr als alles andere."

Volles Programm vor dem Urlaub

Und mit der hervorragenden Leistung in London ist Schrott auch die Sorge losgeworden, ob sie nach den Spielen auch gut beschäftigt sein wird.

"Meine Managerin beruhigte mich und sagte, die Starterfelder werden erst nach Olympia fixiert. Und jetzt habe ich so viele Startplätze bekommen. Ich fühle mich geehrt."

Nach Linz stehen noch die Meetings in Lausanne (23.8.), Dubnica (26.8.), Zürich (30.8.), Berlin (2.9.) und Zagreb (4.9.) auf dem Programm.

Danach geht es vermutlich in den wohlverdienten Urlaub.

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