Diskus-Duo scheitert in Quali

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Diskuswerfer verpassen das WM-Finale

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Von den zwei österreichischen Diskuswerfern, die beide mit Superwürfen über 67 m und in den Top-Sechs der Weltrangliste nach China gereist waren, durfte Lukas Weißhaidinger zufrieden sein.

Die 61,26 m des 23-jährigen WM-Debütanten reichten allerdings nicht für den Einzug in das WM-Finale der Top-Zwölf, er wurde damit 20. Letztlich fehlten 1,22 m. Die Topweite erbrachte der Jamaikaner Fedrick Dacres mit 65,77.

Ein weinendes Auge

"Das passt für die erste WM, da sind andere sicher schlechter weggestartet. Schade, im letzten Durchgang haben alle noch ein bisserl draufgepackt, da wollte ich eigentlich mitziehen. Das hat nicht funktioniert, da habe ich ein weinendes Auge, denn das wäre sicher drinnen gewesen", meine der Oberösterreicher. "Aber dass ich in der Früh dreimal über 60 m werfen kann, das hätte ich mir nicht vorgestellt, dass das so einfach wird."

Er habe wichtige Erfahrungen für die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Rio gesammelt, für die er bereits qualifiziert ist. "Ich werde mit der Umsprungtechnik weitermachen, ich glaube nicht, dass ich ohne so weit gekommen wäre. Wenn man das technisch noch verfeinert, habe ich auch die Konstanz, weiter zu werfen." Er habe wie vorgenommen Spaß beim Wettkampf gehabt und auch weit geworfen. "Ein bisserl was hat gefehlt. Aber besser jetzt als bei den Olympischen Spielen."

"Es ist eine Katastrophe, aber was soll ich machen"

Gerhard Mayer trat verletzt an, der WM-Achte von 2009 war mit leichten Rückenschmerzen in den Flieger ein- und mit großen ausgestiegen. Die Diagnose lautet verschobenes Kreuzdarmbeingelenk. "Wir haben das leider nicht hinbekommen. Ich habe versucht, trotz der Schmerzen noch einen rauszureißen. Wenn ich so lange dafür trainiere, will ich es bis zum bitteren Ende probieren", erklärte der schwer enttäuschte Mayer.

"Ich habe mir heute auch das Einwerfen gespart, die anderen haben komisch geschaut, weil ich nur imitiere. Ich habe alles versucht, das war meine einzige Chance zu werfen. Es ist eine Katastrophe, aber was soll ich machen." Er werde die Verletzung jetzt ausheilen und sich dann auf Rio vorbereiten, auch er hat sein Ticket bereits in der Tasche. Sein einziger gültiger Versuch in der Peking-Qualifikation ging übrigens auf 57,73 m, das bedeutete den 30. Platz.

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