Yego mit Monsterwurf zum Speer-Titel

Aufmacherbild
 

Der Kenianer Julius Yego im Speerwurf und der Südafrikaner Wayde van Niekerk über 400 m haben am fünften Tag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking die herausragenden Leistungen gebracht.

Wie das Duo beim Goldmedaillengewinn ebenfalls eine Jahresweltbestleistung erreichte die Tschechin Zuzana Hejnova bei ihrer erfolgreichen Titelverteidigung über 400 m Hürden.

Der 26-jährige Yego schleuderte den Speer auf 92,72 m und machte sich damit zum drittbesten Werfer aller Zeiten. Seit 14 Jahren ist kein Speer so weit gesegelt.

Monsterwurf

Im hochklassigen Wettkampf kam der Ägypter Ihab Abdelrahman Al-Sajed beim Silbergewinn auf 88,99, der Finne Tero Pitkämäki holte mit 87,64 Bronze.

Sechs Athleten warfen über 85 m. London-Olympiasieger Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago war bereits in der Qualifikation hängen geblieben.

"Ich bin so glücklich, ich kann es nicht in Worte fassen. In Moskau habe ich beinahe Bronze gewonnen, aber der letzte Wurf entschied", sagte Yego, der im "Vogelnest"-Stadion vor 55.000 Zuschauern nach seinem Monsterwurf Schmerzen im Fuß verspürt hatte. "Ich musste es dann ruhiger angehen. Ich wusste aber, dass die anderen noch weiter werfen könnten", zitterte er bis zuletzt. Für Kenia war es das erste WM-Gold in einem Feld-Bewerb.

Auch Niekerk herausragend

Herausragend war auch der Auftritt von Van Niekerk, der mit seinen 43,48 Sekunden nun viertschnellster Hürdler aller Zeiten auf der vollen Stadionrunde ist.

Peking-Olympiasieger LaShawn Merritt aus den USA bleib der dritte WM-Titel verwehrt, er musste sich mit Silber begnügen (43,65/persönliche Bestzeit). Olympiasieger und 2011-Weltmeister Kirani James aus Grenada lief zu Bronze (43,78).

Niekerk musste nach seinem superschnellen Lauf medizinisch versorgt werden.

Titelverteidigerin über 400 m Hürden

Hejnova war über 400 m Hürden in 53,50 Sekunden erfolgreich, es folgten auf den weiteren Medaillenrängen die US-Amerikanerinnen Shamier Little (53,94) und Cassandra Tate (54,02).

ejnova kam von einer Verletzung zurück und freute sich "über den großen Erfolg nach dem schwierigen vergangenen Jahr".

Gold für Silva

Die Jahresbeste Yarisley Silva aus Kuba darf sich erstmals auch Stabhochsprung-Weltmeisterin nennen, sie überquerte auf dem Weg zu Gold 4,90 Meter und siegte vor der Brasilianerin Fabiana Murer (4,85) und der Griechin Nikoleta Kyriakopoulou (4,80).

Nicht mit dabei war wegen ihrer Babypause die russische Titelverteidigerin Jelena Isinbajewa.

Kenia führt Medaillenspiegel an

Die 3.000 m Hindernis wurden eine Beute der Kenianerin Hyvin Jepkemoi, die sich in 9:19,11 Minuten vor der Tunesierin Habiba Ghribi (9:19,24) und der Deutschen Gesa Krause (9:19,25) durchsetzte.

Olympiasiegerin Julia Saripowa aus Russland fehlte wegen einer Dopingsperre. Titelverteidigerin Milcah Chemos aus Kenia ist nicht bei der WM.

Nach fünf von neun Wettkampftagen führt Kenia den Medaillenspiegel mit sechs Gold, drei Silber und zwei Bronzemedaillen an. Das afrikanische Land machte am Mittwoch aber auch negative Schlagzeilen, die Läuferinnen Koki Manunga (400 m Hürden) und Joyce Zakary (400 m) haben positive Dopingtests abgeliefert und wurden suspendiert.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen