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Russen räumen bei EM ab, auch Briten jubeln

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Jahresweltbestleistungen durch die Russin Irina Dawidowa mit 53,77 Sekunden über 400 m Hürden und die ukrainische Dreispringerin Olga Saladuha mit 14,99 m sind die herausragenden Leistungen am dritten Tag der Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki gewesen.

33.221 Zuschauer im Olympiastadion verfolgten in den zwölf Entscheidungen mit, wie sich Russland gleich drei Titel schnappte, je zwei Goldmedaillen gingen an Deutschland, Großbritannien und die Ukraine.

Nach sechs Silber- und einer Bronze-Medaille bei großen internationalen Meisterschaften durfte die Deutsche Nadine Kleinert erstmals eine Goldmedaille entgegennehmen.

"Alte Oma" gewinnt Gold

Die 36-jährige dreifache Vizeweltmeisterin und Olympia-Zweite, die sich selbst gern als "alte Oma" bezeichnet, kürte sich zum Karriereausklang zur Kugelstoß-Europameisterin, mit 19,18 m verwies sie die Russin Irina Tarasowa (18,91) und die Italienerin Chiara Rosa (18,47) auf die weiteren Plätze.

Hingegen auf Platz eins bei internationalen Meisterschaften weiter warten muss Speerwerferin Christina Obergföll, die mit der Weite von 65,12 m Silber erreichte.

Ihre deutsche Landsfrau und Titelverteidigerin Linda Stahl landete mit 63,96 auf dem Bronzenrang.

Auch Storl holt Gold

Als zweiter deutscher Goldschürfer des Abends betätigte sich David Storl, der nur zwei gültige Versuche ins Trockene brachte, die Kugel dabei aber auf für die Konkurrenz unerreichbare 21,58 m stieß.

Die 23-jährige Ukrainerin Wira Rebryk warf den Speer auf den nationalen Rekord von 66,86 und jubelte über ihren ersten großen Titel.

Der Franzose Mahiedine Mekhissi-Benabbad verteidigte in 8:33,23 Minuten seinen EM-Erfolg von 2010 über 3.000 m Hindernis, 2004-Olympiasieger Juri Borsakowski aus Russland landete über 800 m erstmals bei einer Freiluft-EM am obersten Treppchen (1:48,61), die Österreicher Raphael Pallitsch und Andreas Rapatz waren bereits nach dem Vorlauf ausgeschieden.

Schwedische Überraschungssiegerin

Bei den Frauen ging der Sieg über diese Strecke in 1:58,51 mit Jelena Archakowa ebenfalls an Russland. Über die Stadionrunde triumphierten der Tscheche Pavel Maslak in 45,24 Sekunden und überraschend die 22-jährige Moa Hjelmer mit schwedischem Rekord von 51,13.

Die von ihr gehaltene Jahresweltbestleistung über 400 m Hürden verbesserte die Russin Irina Dawidowa auf 53,77 Sekunden, sie gewann ihre erste Medaille vor der Tschechin Denisa Rosolowa (54,24) und der Ukrainerin Anna Jaroschtschuk (54,35).

Bei den Männern kämpfte sich der Brite Rhys Williams in 49,33 als Erster ins Ziel. "Es hat mich neun Jahre und eine Menge Arbeit gekostet, das zu erreichen", meinte der Glückliche.

Grabarz im Hochsprung top

Das Gastgeberland der in vier Wochen beginnenden Olympischen Sommerspiele freute sich zudem über Gold von Hochspringer Robbie Grabarz (2,31 m).

Fortgesetzt haben sich auch am Freitag die Probleme der Läufer mit den engen Kurvenradien, bereits in den Vorrunden hatte es zahlreiche Disqualifikationen wegen "Bahnverlassens" gegeben.

Nach der Leichtathletik-WM 2005 war das Fußballfeld vergrößert worden, die Laufbahn ähnelt nun einem Viereck, bewegt sich aber freilich noch im Normbereich.

"Schwierig, weil Kurven schnell zumachen"

"Das ist wirklich schwierig hier, weil die Kurven so schnell zumachen", beschrieb der österreichische Zehnkämpfer Dominik Distelberger die Herausforderung.

Österreicher waren in der Freitag-Abendsession nicht involviert gewesen.

Am Vormittag erreichte Beate Schrott in 12,98 Sekunden und mit der viertbesten Zeit aller Vorlauf-Teilnehmerinnen das Halbfinale über 100 m Hürden. Am Samstag ist auch Diskuswerfer Gerhard Mayer wieder in Aktion, der mit 62,35 m in den Endkampf aufstieg.

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