"Habe gekämpft bis zum Schluss"

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Pflügl kämpft sich auf den 45. Platz

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Mit einem gut eingeteilten Rennen hat der Italiener Daniele Meucci in 2:11:08 Stunden die Goldmedaille im Marathon bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich geholt.

Christian Pflügl landete in der anspruchsvollem Konkurrenz mit vier Bergauf-Bergab-Stücken in 2:25:51 Stunden an der 45. Stelle.

"Es war eine Wahnsinnsstimmung, Champions League pur!", sagte der Oberösterreicher.

Chabowski hält das Tempo hoch

Schon beim ersten Anstieg hatte sich der Pole Marcin Chabowski leicht abgesetzt, er baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und ging beim Halbmarathon mit 1:04:45 durch, bei 25 Kilometer hatte er einen Maximalvorsprung von 1:10 Minuten auf die ersten Verfolger.

Auf der dritten Runde löste sich der Franzose Abdellatif Meftah aus der großen Verfolgergruppe, der Ausreißversuch blieb allerdings erfolglos, bald erfolgte wieder der Zusammenschluss.

Als nächstes probierte es Meucci, der nach 1:48 Stunden und damit kurz vor der 35 Kilometermarke schließlich locker an Chabowski vorbeilief, welcher kurz darauf entkräftig ausstieg. Meucci hatte bei der EM einen Doppelstart absolviert, bei 10.000 m war er am Mittwoch Sechster geworden.

Die Tendenz beibehalten

"Glücklicherweise hatte ich ein paar Tage Zeit, mich zu erholen", sagte der 28-Jährige, der erst seinen dritten Marathon nach Rom 2010 (11.) und New York 2013 (10.) bestritt.

Bei Europameisterschaften hatte er zuvor über 10.000 2010 Bronze und 2012 Silber errungen.

Lokalmatador und Titelverteidiger Viktor Röthlin wurde Fünfter (2:13:07), der Schweizer beendete mit diesem Rennen seine Karriere.

Den richtigen Rhythmus gefunden

Pflügl hatte Durchgangszeiten von 16:02 (5 km), 32:39 (10), 49:10 (15), 1:06:18 (20), 1:10:04 (Halbmarathon), 1:23:31 (25), 1:41:16 (30), 1:59:09 (35) und 2:17:59 (40).

Er versuchte sein eigenen Tempo zu gehen, bildete mit dem Schweizer Patrick Wieser eine Laufgemeinschaft.

"Mehr hätte ich nicht machen können. Vorne weg wäre sowieso nichts gegangen. Ich musste mein eigenes Tempo laufen, ich habe den Rhythmus erst so richtig nach neun Kilometern bekommen", erzählte der 35-Jährige Vater von drei Kindern.

Es sein ein "total hartes" Rennen gewesen, aber so eine Stimmung habe er noch nie erlebt. "Ich kann nur 'danke' sagen an die, die mir das ermöglicht haben. 22 Jahre Leistungssport haben sich absolut ausgezahlt. Jeder sagt, für was tust du dir das an? Aber den Aufwand, den Willi (Trainer Lilge/Anm.) und ich gemacht haben, war es wert. Ich habe heute alles voll zurückbekommen! Ich habe es genossen, ich habe gekämpft bis zum Schluss. Ich habe mir auf jeder Runde gesagt, ich will das fertigrennen und für das Vaterland. Es war ein Traum."

Eine Steigung zu bewältigen

50.000 Tausende Zuschauer säumten den schmucken und herausfordernden Stadtkurs und sorgten für eine beeindruckende Kulisse, Start und Ziel waren am Bürkliplatz und damit direkt am Zürichsee.

Nach einer kleinen Runde über 2,195 Kilometer mussten die Läufer eine 10-Kilometer-Schleife viermal bewältigen, dabei ging es innerhalb von drei Kilometern über 42 Meter Höhenunterschied bergauf und bergab.

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