Er weist Bolt in die Schranken

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Gatlin crasht die Bolt-Show

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Sprint-Superstar Usain Bolt hat am Donnerstag in Rom eine seltene Niederlage kassiert.

Der Jamaikaner verlor beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Rom zum ersten Mal seit August 2010 ein 100-m-Rennen.

In 9,95 Sekunden war er um 1/100 Sekunde langsamer als US-Sieger Justin Gatlin. Neben diesem erklärten Höhepunkt gab es über 800 und 5.000 m der Männer sowie 400 m der Frauen Jahresweltbestleistungen.

Schnellster Start von Bolt

Nach den 10,09 in Georgetown in seinem ersten 100-m-Rennen in diesem Jahr war man auf den Auftritt von Bolt in der italienischen Hauptstadt, seinem heuer ersten Start in Europa, besonders gespannt.

Vor dem Rennen hatte sich Bolt zwar selbstbewusst gegeben, doch dann präsentierte er sich erneut weit von seiner Bestform entfernt.

Dass er sich bei einem Rückenwind von 0,8 m/s mit für ihn bescheidenen 9,95 Sekunden Gatlin (9,94) geschlagen geben musste, ist umso erstaunlicher, als er gut aus den Startblöcken gekommen war - er wies die beste Reaktionszeit aus.

Doch danach fehlte es Bolt sichtlich an Spritzigkeit, sodass er nicht wie gewohnt den Turbo zünden konnte. Zuletzt hatte er vor knapp drei Jahren in Stockholm gegen Tyson Gay (USA) über 100 m verloren.

Nach fünf Schritten gestolpert

Nach außen hin nahm Bolt die Niederlage gelassen. Der gute Start habe ihn etwas aus dem Konzept gebracht, erklärte der fünffache Weltmeister.

Nach fünf Schritten sei er ein wenig gestolpert, danach sei er nicht mehr er selbst gewesen. Danach fügte er mit einem Grinsen hinzu: "Immerhin bin ich diesmal unter zehn Sekunden geblieben." Bolt wird am Sonntag in Paris nach dem Herren-Finale der French Open den Siegespokal überreichen.

Sein nächstes Rennen steht am kommenden Donnerstag in Oslo auf dem Programm, dann aber über 200 m. Gatlin wiederum ist nach diesem Sieg heuer weiter ungeschlagen.

Der eine Doping-Vergangenheit aufweisende Olympiasieger 2004 hatte zuvor auch bei den Diamond-League-Meetings in Doha und Eugene gewonnen. Seine Saisonbestzeit beträgt 9,91, aufgestellt in Peking. Damit ist er in der Jahresbestenliste hinter Gay (9,86) Zweiter.

Äthiopische Sieger

Über 800 m löste Mohammed Aman den abwesenden kenianischen Weltrekordhalter David Rudisha (1:43,87) mit 1:43,61 als Jahresschnellster ab.

Der Äthiopier ist der einzige Läufer, der Rudisha in den vergangenen drei Jahren besiegt hat, und das gleich zweimal. Über 5.000 m gab es mit Yenew Alamirew ebenso einen äthiopischen Sieger. In 12:55,73 verbesserte er die bisherige Jahresweltbestzeit von Edwin Cheruiyot Soi (KEN) um fast zehn Sekunden.

Eine weitere Jahresweltbestmarke gelang Amanda Montsho über 400 m. Die Athletin aus Botswana unterbot mit 49,87 die eigene Jahresbestzeit um 1/100.

Wie Montsho siegte auch die kroatische Diskuswerferin Sandra Perkovic zum heuer dritten Mal, sie kam auf 68,25 m. Auch Abeba Aregawi weist über 1.500 m nach drei Wettkämpfen mit zwölf Punkten das Maximum auf. Die für Schweden startende gebürtige Äthiopierin war eine Klasse für sich.

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