Eaton sorgt für Weltrekord

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Athen-Olympiasieger Justin Gatlin ist bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Istanbul zur Goldmedaille gesprintet.

Der 30-jährige US-Amerikaner gewann das 60-Meter-Finale am Samstag in glänzenden 6,46 Sekunden. Zweiter wurde der Jamaikaner Nesta Carter in 6,54 Sekunden vor dem entthronten Titelverteidiger Dwain Chambers aus Großbritannien (6,60).

Die Sensation des Tages lieferte aber im Siebenkampf der US-Amerikaner Ashton Eaton, der seinen eigenen Hallen-Weltrekord um 77 Punkte verbesserte. Für Österreichs dreiköpfiges Miniaufgebot endete die Veranstaltung mit den siebenten Platz von Hürdensprinterin Beate Schrott durchaus erfreulich.

Schlecht aus den Startlöchern

Allerdings kam Schrott vor 5.650 Zuschauern in der ausverkauften Ataköy Athletics Arena schlecht aus den Startblöcken und brachte sich so um eine noch bessere Platzierung. In der Zeit von 8,12 Sekunden ließ sie nur die Nigerianerin Seun Adigun hinter sich.

Der Sieg ging an die starke Australierin Sally Pearson, die in 7,73 (Welt-Saisonbestleistung) die Britin Tiffany Porter um 19 hundertstel Sekunden distanzierte. Die Niederösterreicherin hatte freilich bereits mit dem Finaleinzug ihr bisher bestes Karriereresultat fixiert.

"Eigentlich bin ich zufrieden, aber der Start war sehr schwach", resümierte Schrott. Und die 23-Jährige war sich sicher: "Wenn ich das ändere, dann kann ich noch viel schneller laufen. Ich weiß, dass ich noch hart arbeiten muss, um das zu verbessern."

Halbfinal-Aus für Rapatz und Pallitsch

Bei den Herren schieden die 800-m-Läufer Andreas Rapatz und Raphael Pallitsch im Halbfinale aus. ÖLV-Rekordhalter Rapatz wurde in seinem Lauf in 1:48,15 Minuten Vierter und verpasste damit den für den Aufstieg nötigen zweiten Platz um 0,25 Sekunden.

Auch WM-Debütant Pallitsch belegte in 1:49,42 Minuten Rang vier, womit ihm rund eine halbe Sekunde auf das Weiterkommen fehlte. Rapatz war auch 2010 in Doha im WM-Semifinale ausgeschieden, nach einer starken Saison mit neuem Landesrekord fehlte diesmal aber nicht mehr viel auf den Finaleinzug.

"Vor zwei Jahren war ich noch chancenlos, heute bin ich gut mitgelaufen. Ich habe in dieser Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht, aber es fehlen noch ein, zwei weitere", betonte der 25-jährige Kärntner.

39-Jährige holt Gold

Auch Pallitsch war mit seinem Auftritt zufrieden. "Ich habe mich gut präsentiert. Jetzt weiß ich, dass ich auch in einem WM-Halbfinale konkurrenzfähig bin. Ich muss aber noch viel lernen", sagte der 22-Jährige.

Der Burgenländer war von einer wieder akut gewordenen Zehenverletzung gehandicapt worden, zudem wurde er von einem Sturz zweier Konkurrenten etwas gebremst. Für Aufsehen sorgte indes die Britin Yamile Aldama, die im Alter von 39 Jahren den Dreisprung-Titel holte.

Die geborene Kubanerin, die damit bereits jeweils für ihr Heimatland, den Sudan und nunmehr Großbritannien WM-Medaillen holte, ist die zweitälteste Athletin, die bei einer Hallen-WM Edelmetall eroberte.

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