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"Wunderläufer" macht weiter

Haile Gebrselassie setzt seine Karriere nach der Aufgabe beim Berlin-Marathon fort.

Äthiopiens Lauf-Legende plant nach Angaben seines niederländischen Managers Jos Hermens schon für den nächsten Marathon im Jänner 2012 in Dubai und will sich für seine fünften Olympischen Spiele qualifizieren.

"Das ist nicht das Ende von Haile, aber das Ende einer Ära. Hailes Traum sind die Olympischen Spiele in London", sagte Hermens am Sonntag.

Atemprobleme stoppen Gebrselassie

Schon im November 2010 hatte der "Wunderläufer" in New York aufgegeben. Damals kündigte er überstürzt seinen Rücktritt an, machte seine Fans sprachlos, überlegte es sich aber noch einmal anders.

Diesmal musste der 38-Jährige bei Kilometer 35 wegen Atemproblemen aussteigen. Wenig später verlor er auch seinen drei Jahre alten Weltrekord (2:03:59).

"War der größte Tag in meiner Karriere"

Neo-Weltrekordler Patrick Makau hatte sein Marathon-Debüt 2009 in Rotterdam gegeben, kommt aus der Nähe von Nairobi, ist verheiratet und hat eine Tochter.

"Das war der größte Tag in meiner Lauf-Karriere", meinte Makau nach seinem zweiten Triumph in Berlin. "Bei Kilometer 25 habe ich gespürt, dass ich Weltrekord laufen kann. Dabei habe ich mich heute Morgen gar nicht so gut gefühlt. Ich freue mich und bin stolz, eine Lauflegende wie Haile Gebrselassie besiegt zu haben. Eigentlich hätte ich mit mehr Gegenwehr gerechnet von ihm."

Makau von Anfang an stark

Makau hat Gebrselassie bei besten Lauf-Bedingungen von Kilometer 27 bis 35 um zweieinhalb Minuten abgehängt, nachdem beide bei Halbdistanz des Rennens auch schon um 21 Sekunden unter der Weltrekord-Durchgangsmarke gelegen waren.

Dann stieg der Halbmarathon-Sieger im April in Wien wie im vorigen November in New York aus. Makaus bisherige Topmarke betrug 2:04:48

Aucht Tergat freut sich

Kenias Ex-Weltrekordler Paul Tergat ist einer seiner Trainingspartner. "Wir Kenianer freuen uns, dass der Weltrekord wieder bei uns ist. Wir mögen es gar nicht, wenn die Äthiopier gewinnen", sagte er nach dem Sieg.

"Es war mein Ziel, ein besseres Leben führen zu können. Und ich sah, wie viel Geld im Straßenlauf zu verdienen ist."

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