Blake und Bolt trotzen Regen

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Bolt: "Es war mir ein großes Vergnügen"

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Die Sprintstars Usain Bolt und Yohan Blake haben sich beim Leichtathletik-Klassiker in Zürich auch vom strömenden Regen nicht ausbremsen lassen.

Sechsfach-Olympiasieger Bolt stellte am Donnerstag in 19,66 Sekunden einen Meetingrekord über 200 Meter auf. Seinem Freund und Rivalen Blake gelang wenige Minuten zuvor das gleiche über 100 Meter in 9,76 Sekunden.

"Ein großes Vergnügen"

"Es war mir ein großes Vergnügen, wieder hier zu laufen", sagte Bolt nach seiner Rückkehr zum berühmtesten Leichtathletik-Meeting der Welt.

Hinter dem Superstar reihten sich gleich drei weitere Sprinter aus Jamaika ein. Auch sein Trainingspartner Blake war über 100 Meter schneller, als es Legenden wie Carl Lewis oder Bolt selbst im Letzigrund jemals gewesen sind.

Blake nicht überrascht

Der Weltmeister siegte mit großem Vorsprung vor seinem Landsmann Nesta Carter (9,95) sowie dem Amerikaner Ryan Bailey (9,97).

"Ich bin nicht wirklich überrascht, dass ich nach Olympia so stark und so schnell bin", sagte Blake, der in der vergangenen Woche in Lausanne sogar eine Zeit von 9,69 Sekunden gelaufen war.

Ex-Weltmeister Tyson Gay aus den USA wurde wegen eines Fehlstarts disqualifiziert.

Erste Niederlage seit 2011

Der einzige Top-Athlet, der bei dem traditionsreichen Diamond-League-Wettbewerb im Letzigrund-Stadion unter dem nasskalten Wetter richtig litt, war 800-m-Favorit David Rudisha.

Statt wie erhofft einen Weltrekord zu laufen, kassierte der Olympiasieger aus Kenia völlig überraschend die erste Niederlage seit September 2011 - gegen den erst 18-jährigen Äthiopier Mohammed Aman.

"Regen hat mich gestoppt"

Eigentlich wollte der 22-Jährige noch einmal seinen eigenen Weltrekord unterbieten, doch dann wurde er auf der Zielgeraden noch von Aman abgefangen.

Der Äthiopier siegte wie schon vor elf Monaten in Mailand in 1:42,53 Minuten vor Rudisha (1:42,81), was den großen Favoriten sichtlich enttäuschte.

"Ich kann einfach nicht gut laufen, wenn das Wetter nicht gut ist. Es war der Regen, der mich gestoppt hat", meinte Rudisha.

Schrott freut sich auf Urlaub

Beate Schrott überquerte über die 100 Meter Hürden als Neunte in 13,04 Sekunden die Ziellinie.

Siegerin wurde die US-Olympia-Zweite Dawn Harper in 12,59. Unmittelbar nach dem Rennen erklärte Schrott, in dieser Saison nur noch in Berlin am kommenden Sonntag laufen zu wollen.

"Das war mein vorletztes Rennen. Ich habe stark kämpfen müssen, weil ich mental sehr müde bin", sagte die Olympia-Achte. Sie fühle sich nach einem langen Sommer ausgelaugt.

"Das war dieses Jahr mein 27. Rennen, vielleicht mache ich nächstes Jahr weniger", erklärte Schrott.

"Es war ein Traumjahr für mich. Ich hätte niemals gedacht, dass es so gut läuft für mich. Aber jetzt freue ich mich schon sehr auf den Urlaub."

 

ERGEBNISSE

Männer:

100 m (Rückenwind 1,4 m/s): 1. Yohan Blake (JAM) 9,76 Sek. - 2. Nesta Carter (JAM) 9,95 - 3. Ryan Bailey (USA) 9,97 - 4. Kim Collins (St. Kitts & Navis) 10,01. Disqualifiziert (Fehlstart): Tyson Gay (USA)

200 m (windstill): 1. Usain Bolt (JAM) 19,66 - 2. Nickel Ashmeade (JAM) 19,85 - 3. Jason Young ((JAM) 20,08. Schlussstand Diamond Race (7/7): 1. Ashmeade 15 - 2. Bolt 12

800 m: 1. Mohammed Aman (ETH) 1:42,53 Min. - 2. David Rudisha (KEN) 1:42,81 - 3. Leonard Kirwa Kosencha (KEN) 1:44,29. Schlussstand: 1. Aman 14 - 2. Rudisha 12

400 m Hürden: 1. Angelo Taylor (USA) 48,29 - 2. Omar Cisneros (CUB) 48,34 - 3. Jehue Gordon (TRI) 48,40. Schlussstand: 1. Culson 16 - 2. Taylor 13

4 x 100 m: 1. USA (Patton, Spearmon, Gay, Bailey) 38,02 - 2. Jamaika (Forsythe, Young, Weir, Bailey Cole) 38,19 - 3. Großbritannien (Malcolm, Chambers, Talbot, Gemili) 38,30

Hochsprung: 1. Iwan Uchow (RUS) 2,31 - 2. Robbie Grabarz (GBR) 2,28 - 3. Andrej Silnow (RUS) 2,25. Schlussstand: 1. Grabarz 17 - 2. Williams 12

Dreisprung: 1. Fabrizio Donato (ITA) 17,29 - 2. Christian Taylor (USA) 17,16 - 3. Benjamin Compaore (FRA) 16,96. Schlussstand: 1. Taylor 19 - 2. Donato 8

Stabhoch: 1. Renaud Lavillenie (FRA) 5,70 - 2. Björn Otto (GER) 5,55 - 3. Jan Kudlicka (CZE) und Steve Lewis (GBR) je 5,55. Schlussstand (7/7): 1. Lavillenie 24 - 2. Otto 11

Speerwurf: 1. Tero Pitkämäki (FIN) 85,27 - 2. Antti Ruuskanen (FIN) 83,36 - 3. Alexander Pjatnizja (UKR) 82,95. Schlussstand: 1. Vesely 14 - 2. Pitkämäki 12

Frauen:

100 m (Gegenwind 0,4 m/s): 1. Shelly-Ann Fraser-Pryce (JAM) 10,83 - 2. Carmelita Jeter (USA) 10,97 - 3. Allyson Felix (USA) 11,02. Schlussstand: 1. Fraser-Pryce 19 - 2. Jeter 13

400 m: 1. Sanya Richards-Ross (USA) 50,21 - 2. Amantle Montsho (BOT) 50,33 - 3. Rosemarie Whyte (JAM) 50,41. Schlussstand: 1. Montsho 20 - 2. Richards-Ross 16

1.500 m: 1. Abeba Aregawi (ETH) 4:05,29 - 2. Mercy Cherono (KEN) 4:06,42 - 3. Shannon Rowbury (USA) 4:07,14. Schlussstand: 1. Aregawi 21 - 2. Jamal 8

100 m Hürden (Rückenwind 0,3 m/s): 1. Dawn Harper (USA) 12,59 - 2. Queen Harrison (USA) 12,68 - 3. Kellie Wells (USA) 12,69. Weiter: 9. Beate Schrott (AUT) 13,04. Schlussstand: 1. Harper 16 - 2. Wells 12

3.000 m: 1. Etenesh Diro Neda (ETH) 9:24,97 - 2. Hiwot Ayalew (ETH) 9:26,99 - 3. Hyvin Kiyeng (KEN) 9:29,70. Schlussstand: 1. Milcah Chemos (KEN) 12 - 2. Diro Neda 9

Diskus: 1. Sandra Perkovic (CRO) 63,97 - 2. Yarelis Barrios (CUB) 61,73 - 3. Zaneta Glanc (POL) 61,31. Schlussstand: 1. Perkovic 30 - 2. Barrios 6

Weitsprung: 1. Jelena Sokolowa (RUS) 6,92 - 2. Blessing Okagbare (NIG) 6,85 - 3. Shara Proctor (GBR) 6,80. Schlussstand: 1. Sokolowa 22 - 2. Proctor 8

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