Unsterblichkeit, 2. Akt

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Unsterblichkeit, 2. Akt

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Seine Absichten sind schnell erklärt: Unsterblichkeit möchte er erlangen.

Zumindest im übertragenen Sinn.

Zweifelsohne ist Usain Bolt auf bestem Wege dazu. Doch aberwitzige Weltrekorde und seine drei Olympischen Gold-Medaillen von Peking 2008 sind seiner Meinung nach noch nicht genug.

„Dieses Jahr ist sehr wichtig für mich“, betont der Jamaikaner mit starr fokussiertem Blick auf die Olympischen Spiele in London, wo er seine drei Titel verteidigen will. Und der Fahrplan bis dorthin steht schon.

Beglücktes Oslo

Das erste Mal bei einem großen Rennen wird der 25-Jährige erst rund sechs Wochen vor seinen Auftritten bei Olympia sein. Die Bislett Games in Oslo dürfen sich über die Zusage des Superstars freuen.

In der norwegischen Hauptstadt wird er über die 100 m an den Start gehen. „Dieses Rennen soll als Sprungbrett dienen, um meine Ziele in London zu erreichen“, so Bolt, der bei seinem bisher einzigen Antreten in Oslo 2011 über 200 m in 19,86 Sekunden triumphierte.

Das Meeting, so knapp vor dem Jahres-Höhepunkt, wird somit Auskunft geben, was von Bolt tatsächlich zu erwarten sein wird. „Es besteht kein Zweifel, es wird ein riesiges Interesse um seine Leistung geben“, freut sich Direktor Steinar Hoen.

Dem Schmerz entkommen

Seine immer wieder auftauchenden Rückenschmerzen glaubt Bolt indes in den Griff bekommen zu haben. „Wir haben viel an der Kraft und Rumpfmuskulatur gearbeitet“, ist der schnellste Mann der Welt zuversichtlich, dass er heuer keine Probleme damit haben wird.

Mama Bolt kümmert sich noch gerne selbst um die Füße ihres Sohnes

Die Vorbereitung läuft für den dreifachen Welt-Leichtathleten erst so richtig an. „Soweit verläuft alles gut. Ich bin verletzungsfrei und schufte hart.“

Vor Oslo wird Bolt bereits bei diversen Testwettkämpfen auf Jamaika an den Start gehen, darunter auch bei einem Rennen am 11. Februar in Kingston. Auch Konkurrenzen über 400 m sollen – insofern Trainer Glen Mills sich nicht um entscheidet – dabei absolviert werden.

Unter Dach und Fach

Die Konkurrenz schläft freilich nicht. Während über die Vorbereitungspläne von 100-m-Weltmeister Yohan Blake nichts bekannt ist, will der dritte starke Jamaikaner, Asafa Powell, neue Wege beschreiten.

Der ehemalige 100-m-Weltrekordhalter wird erstmals bei Hallen-Weltmeisterschaften (9. bis 11. März in Istanbul) an den Start gehen. Aber nur „wenn alles nach Plan läuft“, wirft sein Coach Paul Doyle ein.

Davor will Powell am 28. Jänner in New York und am 18. Februar in Birmingham laufen.

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