Hürden-Finale als einer der zahlreichen Höhepunkte

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25 Weltrekorde hat es bisher bei 12 Leichtathletik-Weltmeisterschaften bereits gegeben.

Dass ab Samstag bis 4. September bei der 13. Auflage in der südkoreanischen Millionenstadt Daegu welche dazu kommen werden, scheint unwahrscheinlich. 100.000 Dollar (69.286 Euro) wäre eine Glanztat wert.

Doch Jamaikas Supersprinter Usain Bolt erklärte schon im Vorfeld, dass es von ihm heuer kleine Bestleistungen geben werde. Auch sonst scheint der Zenit derzeit ausgereizt. In den 47 WM-Disziplinen werden 1.945 Athletinnen und Athleten aus 202 Mitgliedsnationen am Start sein.

Bolt ist Sieg wichtiger als Rekord

Nach Olympia 2008 in Peking und der WM 2009 in Berlin geht Bolt auf sein drittes Sprint-Double über 100 und 200 m bei Großereignissen los, Fabelzeiten von 9,58 und 19,19 Sekunden sind nicht zu erwarten, sehr wohl aber klare Siege.

Über beide Distanzen wird Bolt nur schwer zu schlagen sein, denn der über 100 m mit 9,78 Sekunden schnellste Mann des Jahres, Asafa Powell, wird nicht an den Start gehen.

Bei den Frauen hofft die US-Amerikanerin Allyson Felix auf den Doppelschlag über 200 und 400 m. Ein Titel wertet das Bankkonto übrigens um 60.000 Dollar (41.571 Euro) auf.

Viele prominente Ausfälle

Zu den aus Verletzungsgründen prominenten Abwesenden in Daegu zählen außerdem aus den USA Sprinter Tyson Gay, 400-m-Läufer Jeremy Wariner und Bryan Clay im Zehnkampf.

Weiters der französische Dreispringer Teddy Tamgho, der italienische Weitspringer Andrew Howe sowie der kenianische Langstreckenläufer Wilson Kiprop.

Der russische Hochspringer Jaroslaw Rybakow tritt wegen seiner Fußverletzung nicht an, Mbulaeni Mulaudzi aus Südafrika wird seinen Titel über 800 m nicht verteidigen.

Pistorius sorgt für Gesprächsstoff

Dies tun werden hingegen dessen Landsleute Caster Semenya, die sich nach ihrem Berlin-Siegeslauf erst einem Geschlechtstest unterziehen musste, ehe sie nach qualvollen Monaten der Ausgeschlossenheit wieder bei Meetings antreten durfte.

Und der beinamputierte 400-m-Läufer Oscar Pistorius. Er hat sich als erster behinderter Sportler für eine Leichtathletik-WM qualifiziert. Der jetzt 24-Jährige wurde aufgrund eines Gendefekts ohne Wadenbeine geboren und läuft auf Karbon-Prothesen.

Showdown im Hürdensprint

In den technischen Bewerben liegt große Spannung im Stabhochsprung der Frauen, und dabei blickt alles auf die Russin Jelena Isinbajewa. Vor zwei Jahren in Berlin musste die zweifache Olympiasiegerin, zweifache Freiluft-Weltmeisterin und Weltrekordlerin die größte Niederlage ihrer Karriere einstecken. Sie war ohne gültigen Versuch geblieben.

Ein Hit ist natürlich jedes Mal auch der Speerwurf, der Norweger Andreas Thorkildsen führt mit 90,61 m die Bestenliste 2011 an. Im Hürdensprint kommt es zum Showdown zwischen dem Jahresbesten David Oliver (USA), Weltrekordler Dayron Robles (CUB) und dem Chinesen Liu Xiang.

Plätze nahezu ausverkauft

Das modernisierte WM-Stadion, in dem schon die Spiele der Fußball-WM stattfanden, ist für 65.000 Zuschauer konzipiert. Zur Eröffnungsfeier werden 44.000 Fans zugelassen, bei den Bewerbs-Session dürfen jeweils 33.000 ins Oval, in der die blaue Mondo-Bahn blitzt.

Über 95 Prozent der Tickets sind bereits verkauft oder verteilt worden. Es ist die dritte WM in Asien nach Tokio 1991 und Osaka 2007. Und die WM der kurzen Wege, befindet sich das moderne und extra errichtete Athletendorf doch nur sieben Fahrminuten entfernt.

So viele Dopingproben wie noch nie

Auch wenn nicht alle Sportler im Athletendorf wohnen werden, sondern wie Bolt ein Innenstadthotel vorziehen, so haben alle etwas gemeinsam: Sie werden Bluttests unterzogen.

Die IAAF will eine 100-prozentige Kontrolldichte. Das hat es bisher noch bei keinem großen internationalen Sportereignis gegeben. Zusätzlich sollen 500 Urinproben genommen werden.

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