Vojta: "Im Zweifelsfall blond"

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Vojta: "Im Zweifelsfall bin ich für blond"

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Die Hallen-Saison hat Andreas Vojta hinter sich gelassen. Nun steigt Österreichs derzeit schnellster Mann über die 1.500 Meter mit einem 5.000m-Rennen in Koblenz bei den Freiluft-Wettkämpfen ein.

Die Zielsetzung ist klar. Das Limit von 3:37 Minuten für die Weltmeisterschaft in Moskau (10. bis 18. August) erbringen, um dort ins Halbfinale einzuziehen.

Bevor die Jagd nach dem WM-Ticket aber losgeht, hat LAOLA1 dem 23-Jährigen zehn Gegensatz-Paare zum „Entweder-Oder“ an den Kopf geworfen:

Burger oder Pasta?

Vojta: Das ist schwierig. Als Läufer im Endeffekt Pasta. Ganz einfach deswegen, weil es gerade vor Wettkämpfen das Hauptnahrungsmittel eines Läufers ist. Jedoch war ich zuletzt in einem Trainingslager in den USA, dem Land der Burger. Da ist es mir oft sehr schwer gefallen zu widerstehen.

Arnold Schwarzenegger oder Jim Carrey?

Vojta: Arnold Schwarzenegger, einfach schon weil er Österreicher ist. Das ist eine leichte Entscheidung. Wenn es um das Film-Genre geht, bin ich sowohl bei Action als auch bei Komödie dabei, wobei eine leichte Tendenz zu Komödie besteht, weil ich selbst eher ein Kasperl bin.

Blondine oder Dunkelhaarige?

Vojta: (lacht) Die nächste depperte ‚Frog‘! Im Zweifelsfall blond, aber wie sagt man so schön: Es kommt auf die inneren Werte an.

Strand- oder Kultururlaub?

Andreas Vojta: Strand. Ich komme während meiner Wettkämpfe in viele verschiedene Städte. Wenn dann meine Saison Ende September oder Oktober einmal beendet ist, dann möchte ich einfach mal abschalten. Ich bin auch der Typ dazu, dass ich mich zurücklehne und nichts tue. Zwar bin ich kein Kulturfreak, aber einiges bekommt man auf den Reisen schon mit, auch wenn man nicht so viel Zeit hat. Mein letzter richtiger Strandurlaub ist allerdings schon fünf, sechs Jahre her. Damals noch mit meiner Familie.

Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo?

Vojta: Ronaldo. Sein Spielstil sagt mir mehr zu. Und Frisur-technisch besteht ohnedies kein Vergleich. Ich bin aber weder ein richtiger Barca- noch Real-Fan. Mir taugen beide Teams, weil beide tollen Fußball spielen. Aber Ronaldo finde ich besser, weil wenn ich ein Fußballer wäre, dann würde ich seinen Spielstil mit den schnellen Dribblings bevorzugen. Nach meiner Leichtathletik-Karriere hänge ich wahrscheinlich noch eine Laufbahn als Fußballer dran (mit einem Augenzwinkern). Ob es mit einem Real-Engagement etwas wird, müssen wir aber abwarten.

Krawatte oder Lederhose?

Vojta: Krawatte, weil ich nicht so der Trachten-Typ bin. Auch wenn ich Krawatte und Anzug nicht oft anhabe, finde ich es besser. Ich besitze zudem gar keine Lederhose, habe aber vor, mir eine zuzulegen. Es passiert mir öfter, dass ich zu Veranstaltungen eingeladen werde, wo eine Tracht praktisch Dresscode ist. Wenn ich dann in Jeans aufkreuze, komme ich mir fehl am Platz vor.

Großstadt oder Leben in der Natur?

Vojta: Leben in der Natur. Ich wohne in Gerasdorf, womit ich eine gewisse Nähe zu Wien habe und diese auch genieße. Eine Großstadt vor der Tür zu haben, ist toll, weil du viele Möglichkeiten hast und viel los ist. Doch gerade im Training bin ich es gewohnt, durch Felder und Natur zu laufen.

Wirtschaftsliberalismus oder staatliche Kontrolle?

Vojta: Ich studiere ja auf der Wirtschaftsuni, von daher würde ich schon Liberalismus sagen. Sicherlich gehören in gewissen Bereichen Einschränkungen und Vorgaben her, aber grundsätzlich sollte man schon selber entscheiden dürfen.

Sneakers oder Flip-Flops?

Vojta: Sneakers. Zwar sind Flip-Flops im Sommer angenehmer, aber als Sportler schaue ich schon darauf, dass ich irgendwelche fetzigen Sachen anhabe. Dadurch, dass ich von Nike die Schuhe zur Verfügung gestellt bekomme, bin ich in dieser Hinsicht bestens ausgestattet.

Puls-Uhr oder nach Gefühl?

Vojta: Danach werde ich oft gefragt: Ganz klar nach Gefühl. Ich habe nur eine ganze simple Puls-Uhr, die ich vor vier Jahren vom Christkind bekommen habe. Das einfachste Modell, das gerade einmal den Puls zeigt und eine Stoppuhr-Funktion hat. Bis auf einzelne Einheiten im Höhentrainingslager, wo ich die körperlichen Umstellungen anhand der Herzfrequenz überwache, benutze ich es überhaupt nicht. Vor zehn Jahren habe ich mit dem Laufen angefangen und nach ein paar Jahren Training wusste ich, wie sich mein Körper anfühlt, was er mir sagt und wie ich laufen muss. Sich da stur an eine Pulsvorgabe zu halten, davon halte ich nichts. Ehrlich gesagt, kenne ich nicht einmal meinen Herzschlag in Ruhe. Ich wüsste auch nicht, wofür ich ihn brauchen würde. Ich schätze einmal, dass er zwischen 30 und 40 liegt. Aber selbst wenn ich ihn kenne, macht mich das auch nicht schneller.

Reinhold Pühringer

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