Fischhuber: "Gold wäre schon cool"

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Mit großen Erwartungen fahren die österreichischen Sportkletterer zur Weltmeisterschaft vom 16. bis 24. Juli in Arco am Gardasee.

Eugen Burtscher, Präsident des Österreichischen Wettkletterverbandes (ÖWK), rechnet mit drei Medaillen für das erfolgsverwöhnte rot-weiß-rote Team.

"Zwei Goldene wären sagenhaft"

Bei der WM vor zwei Jahren in China gab es für Österreich einmal Gold und zweimal Bronze. Im Vorjahr bei der Heim-EM in Tirol holten die rot-weiß-rote Mannschaft gleich fünf Medaillen und gewann damit sogar den Medaillenspiegel.

"Drei Medaillen waren fantastisch, jede weitere eine tolle Zugabe", sagte Heiko Wilhelm, Sportreferent im ÖWK. Für Burtscher sind drei Medaillen durchaus realistisch. "Eine Goldene wäre toll, zwei wären schon sagenhaft", sagte der Präsident.

"Gold wäre schon cool"

Mit Kilian Fischhuber, der sich heuer schon vorzeitig den Weltcup sicherte, und Ex-Weltmeisterin Anna Stöhr, die im Weltcup in Führung liegt, stellt Österreich im Bouldern die Top-Favoriten.

"Alles andere, als im Bouldern auf dem Podest zu stehen, wäre eine Enttäuschung", bekannte Stöhr, die 2009 in China WM-Bronze geholt hatte und im Vorjahr zum EM-Titel geklettert war.

Auch Fischhuber, der bereits zweimal das RockMaster in Arco gewann, will bei seiner sechsten WM unbedingt seinen ersten WM-Titel. "Gold wäre schon cool", sagte der Vizeweltmeister von 2005 und gestand: "Ich bin schon richtig nervös. Das brauche ich aber, um mich richtig zu fokussieren."

Premiere für Stöhr

Für Stöhr ist die WM mit dem Boulder-Bewerb, der heuer gleich zu Beginn auf dem Programm steht, aber noch nicht vorbei. Die 27-jährige Tirolerin startet auch in der Kombination.

"Erstmals, mal schauen was da rauskommt. Das Hauptaugenmerk liegt aber eindeutig beim Bouldern. Danach will ich einfach nur Spaß haben", sagte Stöhr. Vor vier Jahren kürte sie sich im Bouldern zur Weltmeisterin.

Eiter "will Medaille"

Wenige Tage vor Beginn der WM, sorgten Angela Eiter und Jakob Schubert vor mehr als 10.000 begeisterten Fans beim Vorstieg-Weltcup in Chamonix für einen "Doppelsieg".

Für Eiter war es ein ganz besonderer Erfolg. Fast vier Jahre nach ihrer schweren Schulterverletzung durfte die Doppel-Weltmeisterin (2005, 2007) wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen.

Besonders für Eiter ist die WM eine Herzensangelegenheit. Die Tirolerin gewann das RockMaster im italienischen Kletter-Mekka am Gardasee bereits fünfmal.

"Ich habe mir hohe Ziele gesetzt, ich will eine Medaille", kündigte Eiter an, "mir gefällt die Wand und auch das Ambiente in Arco unheimlich."

Zudem stellt man mit Johanna Ernst im Vorstieg die Titelverteidigerin, die ihren Titel natürlich verteidigen will, in Chamonix nach einem Fehler aber nur Elfte wurde.

Zusätzliche Medaillenhoffnungen

Bei den Herren setzt die rot-weiß-rote Teamführung besonders auf Lukas Ennemoser und den EM-Dritten Jakob Schubert, der mit seinem Sieg in Chamonix eine perfekte Generalprobe ablieferte.

Mit der Oberösterreicherin Stefanie Pichler hat Österreich erstmals auch eine reine Speed-Kletterin bei einer WM im Aufgebot.

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